Neue Klassik · Klassik

Mikheil Shugliashvili - Große Chromatische Fantasie


Mikheil Shugliashvili (1941–1996) gilt als „georgischer Xenakis“. Vom Konservatorium in Tbilissi wurde er gleich zweimal hinausgeworfen: Shugliashvilis radikaler konstruktivistischer Eigensinn war mit der sowjetischen Kunstdoktrin nicht in Einklang zu bringen. Viele seiner Werke kommen erst jetzt zur Erstaufführung. (Das RSO Wien sorgt in einem anderen Konzert an diesem Abend für die Uraufführung von Polychronia, einem Orchesterhauptwerk Shugliashvilis.) Bedeutend für die Wiederentdeckung des Komponisten war die vielgelobte Einspielung der Symphonie Große Chromatische Fantasie für drei Klaviere für Wandelweiser Records. Die Interpretinnen dieser Aufnahme sind mit dieser Überwältigungsmusik in Graz zu Gast. Das fast einstündige Werk erschafft mit rasenden Läufen, wüsten Akkordsprüngen und repetitiven Klangballungen einen kunstsakralen Raum, eine, wie Thomas Meyer schreibt, „Konzertkirche“.


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