Literatur

Mihran Dabag und Kristin Platt - Verlust und Vermächtnis. Überlebende des Genozids an den Armeniern erinnern sich


Das im letzten Jahr veröffentlichte Buch Verlust und Vermächtnis. Überlebende des Genozids an den Armeniern erinnern sich hat in der Presse und Öffentlichkeit ein hohes Echo gefunden. Deutschlandradio Kultur nannte das Buch »eine unverzichtbare Quelle und eine einzigartige Dokumentation, um einen Begriff vom Unerklärlichen zu bekommen. Ein Schatz für folgende Generationen«.
Mihran Dabag und Kristin Platt (Ruhr-Universität Bochum) möchten mit ihrer Lesung eine Begegnung ermöglichen mit den Frauen und Männern, die sie über mehrere Jahre in unterschiedlichen Ländern Europas aufgesucht und deren Lebensgeschichten sie aufgezeichnet haben.
Wie ist es möglich, das »Gehen und Gehen«, das über nicht enden wollende Wege führte, in Worte zu fassen? Die Lebensgeschichten, die im Buch Verlust und Vermächtnis veröffentlicht wurden, führen in Kindheiten voller Träume und Hoffnungen. Die Erzählungen suchen sich an eine unvorstellbare, kaum sprechbare Gewalt anzunähern, aber auch an eine undurchdringbare Einsamkeit nach dem Überleben. Die Lesung wird von den beiden Autoren ergänzt durch Erläuterungen zum historischen Hintergrund des Völkermords sowie zu Fragen von Überleben und Trauma.

Kristin Platt, Sozialpsychologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Diaspora- und Genozidforschung, arbeitet und veröffentlicht seit vielen Jahren über Gewalterfahrungen, Traumatisierungen und Möglichkeiten des autobiographischen Erzählens.
Mihran Dabag, Direktor des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung/RUB, lehrt Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungs- und Publikationsschwerpunkte sind die Strukturvergleichende Genozidforschung; Diasporaforschung; Gedächtnistheorie und Erinnerungspolitik.


Vergangene Termine