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Vortrag · Literatur · Ausstellung: Wissen

Miguel Herz-Kestranek & Franz Schuh - Podiumsgespräch


3. November 1918, 1937 am Wiener Burgtheater uraufgeführt, ist der 1. Teil eines Dramenzyklus, der später als Europäische Trilogie in die deutschsprachige Literatur einging.

Es ist der Tag der Kapitulation der österreichisch-ungarischen Monarchie zum Ende des 1. Weltkrieges. Dieses historische Ereignis, das seine Spuren durch das gesamte 20 Jahrhundert zieht, spiegelt sich in einem von der Außenwelt abgeschnittenen, eingeschneiten Kärntner Berghotel in den Karawanken, das als Lazarett fungiert, wider.

Dort halten sich die gestrandeten Soldaten aller Dienstgrade und unterschiedlicher k. und k. Herkunftsländer samt einer Lazarettkrankenschwester auf. Als sie durch einen dazu stoßenden Maat und Vertreter des jungen Kommunismus vom Zusammenbruch erfahren, explodiert das brodelnde Pulverfass aus unterschiedlichen nationalistischen und politischen Ideologien, als hätte es die gesamte gemeinsame Geschichte im Verlauf der Monarchie nie gegeben.

Miguel Herz-Kestranek wurde 1948 in St. Gallen in der Schweiz in einer großbürgerlichen Industriellenfamilie geboren. Er verbrachte seine Kindheit am Wolfgangsee und kam nach der Matura nach Wien, in die Heimatstadt seines Vaters, wo er am Max Reinhardt-Seminar seine Schauspielausbildung absolvierte. Im Anschluss daran war der Künstler 1971 u.a. Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater und im Theater in der Josefstadt und hatte Engagements am Grazer Schauspielhaus, am Wiener Volkstheater und bei den Salzburger Festspielen. Seit 1980 ist Miguel Herz-Kestranek als freiberuflicher Schauspieler tätig. Auf der Bühne machte sich der Schauspieler vor allem als Schnitzler-Darsteller einen Namen. Im Laufe der Zeit verlagerte sich seine Karriere immer mehr vom Theater ins Fernsehen. Bisher spielte er ca. 170 (auch internationale) TV- und Filmrollen und etliche Gast-Hauptrollen in Theater und Musicals. Eine besondere Vorliebe Herz-Kestraneks gilt der Wiener Kaffeehausliteratur der Jahrhundertwende.

Im Rahmen seiner Lesetourneen war er mit Texten von Peter Altenberg, Alfred Polgar und Egon Friedell auch in den USA und Israel zu hören; gerne präsentiert sich der Schauspieler auch als Chansonnier und ist daneben als Autor und Herausgeber tätig. Viele seiner Aktivitäten - wie z. B. das Schreiben von Zeitungsartikeln und das Halten von Reden, die Leitung von Podiumsgesprächen, oder Moderationen - sind heute dem Gedanken der europäischen Einheit gewidmet.

Als leidenschaftlicher und aktiver Europäer und ist Miguel Herz-Kestranek Beiratsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik. Darüber hinaus war bzw. ist Miguel Herz-Kestranek in vielen weiteren Funktionen tätig: Vizepräsident des Österreichischen P.E.N.- Clubs (2000-2010), Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung, Kuratoriumsmitglied DÖW (Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes), Gründer und Ehrenpräsident VÖFS (Verband Österreichische Filmschauspieler) und Gründer und Pr äsident der Gesellschaft Förderung österreichischen Advent-Kultur. Miguel Herz-Kestranek wurde u.a. mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, dem Kulturehrenzeichen der Stadt Ischl und dem Konrad Mautner Preis ausgezeichnet. 2008 war er für den TV-Preis Romy nominiert.

Franz Schuh, geb. 1947 in Wien. Buchautor und Kritiker; Kolumnist, u. a. für Die Zeit, Neue Zürcher Zeitung und Literaturen. 1976-1980 Generalsekretär der Grazer Autorenversammlung. Bis 1993 Redakteur der Zeitschrift Wespennest. Lehrbeauftragter an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien.

Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik (1985), Jean-Amery-Preis für Essayistik (2000), Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch / Essayistik (2006), Essay-Preis Tractatus des Philosophicum Lech (2009), Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien (2009), Veröffentlichungen, u. a.: Der Stadtrat. Eine Idylle (Ritter, 1995), Schreibkräfte. Über Literatur, Glück und Unglück (DuMont, 2000), Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche (Zsolnay, 2006), Hilfe! Ein Versuch zur Güte (Styria, 2007) Memoiren. Ein Interview gegen mich selbst (Zsolnay, 2008), Der Krückenkaktus (Zolnay, 2011).


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