Literatur · Theater

Mieze Medusa und Otto Kapfinger


Am 4. März werden Mieze Medusa und Otto Kapfinger in einer Doppel-Conference einen Poetry Slam rund um das brisante Thema der Ausstellung „Fragile Schöpfung" per Livestream bestreiten.

Heimische Museen sind inzwischen zwar wieder geöffnet, Performances mit Publikum müssen aufgrund der Coronavorgaben aber nach wie vor in den virtuellen Raum ausweichen - so auch im Dom Museum Wien.

Also geben Poetry-Slam-Pionierin Mieze Medusa sowie Architekturpublizist Otto Kapfinger am Donnerstag ihre "Doppel-Conference" zur laufenden Schau "Fragile Schöpfung" online zum Besten. Der Stream dazu startet um 18 Uhr unter www.dommuseum.at.

Unter dem Titel "Sprach- und Sinn-Flut" präsentieren Medusa und Kapfinger "Auftragstexte zur Ausstellung, ergänzt um Texte aus dem Repertoire, die das Thema erweitern, umkreisen und die sich in einen Spannungsbogen fügen", kündigt das Dom Museum an. Die rund einstündige Performance findet im Rahmen von "DOMerstagabend", einer monatlichen Veranstaltungsreihe für zeitgenössische künstlerische Interventionen, statt.

Über Mieze Medusa & Otto Kapfinger

Mieze Medusa, geboren 1975, heißt im bürgerlichen Leben Doris Mitterbacher und lebt in Wien. Sie steht als Rapperin und Spoken Word Performerin seit 2002 auf internationalen Bühnen und hat ihren MC-Namen in die Prosa mitgenommen. Ihr Debütroman „Freischnorcheln“ erschien 2008, seitdem hat sie Prosatexte, aber auch Sammlungen von Poetry Slam Texten und Tonträger des HipHop-Duos „mieze medusa & tenderboy“ publiziert sowie Theaterarbeiten und musikalisch-experimentelle Projekte, u.a. für die Wiener Festwochen und das österreichische ensemble für neue musik, realisiert. Sie organisiert und moderiert Poetry Slams in ganz Österreich. Im Frühjahr 2021 erscheint ihr aktueller Roman „Du bist dran“ im Residenz Verlag.

Otto Kapfinger, geboren 1949, lebt in Wien als freiberuflich tätiger Architekturwissenschafter, Autor, Kurator. Nach dem Studium an der TU Wien begründete er 1970 mit Angela Hareiter und Adolf Krischanitz die Gruppe "Missing Link". 1979 war er Mitbegründer der Theoriereihe „Umbau“; 1981-1990 Architekturkritiker der Tageszeitung "Die Presse". Zahlreiche Buchveröffentlichungen, Gestaltungen von Ausstellungen zur Architektur des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart, zuletzt 2018 mit Adolph Stiller "Fundamente der Demokratie - Architektur in Österreich neu gesehen". 2014 erschien bei park books / Zürich "Architekur im Sprachraum. Essays, Reden, Kritiken zum Planen und Bauen in Österreich. 2019 erhielt er das Ehrendoktorat der Technischen Universität Wien.


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