Tanz

Michael Turinsky - Second Skin


Ausgehend von einzelnen Elementen des Formats des Hip Hop Musikvideos beleuchtet Second Skin - turn the beat around die Beziehung von Affekt, abstrakter Anordnung und konkreter Repräsentation.

Angesichts der Bestimmung von Körperwahrnehmung durch das, was den Körper umhüllt, wie Kleidung, Sprache oder Sound, möchte das Stück die herkömmliche Assoziation eines bestimmten Körpers mit einer bestimmten Hülle aufbrechen, um dadurch Verschiebungen in der Wahrnehmung des betreffenden Körpers zu evozieren.

Durch Einschreibungen in die verschiedenen Aspekte des Außen, untersucht Michael Turinsky das Spannungsfeld zwischen der Entwicklung einer spezifischen Form aus einer spezifischen Körperlichkeit, deren Kontextualisierung und den möglichen Veränderungen und Verschiebungen der Wahrnehmungen, die sich um diese spezifische Körperlichkeit organisieren.

Second Skin bewegt sich zwischen der Fragmentierung einer ästhetischen Sprache in Loop, Zitat, Beat und dem (vermeintlichen) Scheitern der Oberfläche. Die Aneignung der Oberflächenstruktur kollektiver Identität dient hier der spiegelbildlichen Einschreibung des Subjektes, dessen Oberfläche wiederum zum Original wird.



Performance #Häutung #Hülle #Loop # Beat #Subkultur



-

CHOREOGRAFIE / PERFORMANCE: Michael Turinsky
MUSIK: Ulrich Troyer
PROJEKTLEITUNG: Angela Vadori
BÜHNENBILD: Jenny Schleif
KOSTÜM: Hanna Hollmann
ASSISTENZ: Paula Galimany

Michael Turinsky erhielt eine Ausbildung zum Magister der Philosophie and der Universität Wien. Er lebt und arbeitet als Theoretiker, Choreograph und Performer in Wien. Teil seines Bildungsweges im Tanzbereich war eine Reihe von international anerkannten Dozenten, u.a. Adam Benjamin, Fabiana Pastorini, Barbara Kraus, Corinna Mindt, Philipp Gehmacher, Keith Hennessy, Miguel Gutierrez.
Als Performer war er u.a. tätig in Produktionen von Bert Gstettner (SCargo, SolimanRevisited, TanzHotel AllInclusive), Barbara Kraus (Fuck all that shit), Legitimate Bodies/Robin Dingemans/Mick Bryson (The point at which it last made sense) und Doris Uhlich (Ravemachine). Seine Laufbahn als Choreograph startete er 2008. International getourt wurden heteronomous male, ein Stück zu Fremdbestimmung und Männlichkeit, welches u.a. im Rahmen von Antistatic in Bulgarien, Genf, Wien und Salzburg, sowie my body, your pleasure, über Lust und Behinderung, welches im HAU (Hebbel am Ufer) in Berlin gezeigt wurde.
Zu seinen Veröffentlichungen zählen Artikel in fachspezifischen Zeitschriften, wie Strauchelnde Gesten. Zu einer politischen Ontologie inklusiven Tanzes, in: gift. zeitschrift für freies theater, 02/2010, S. 50 – 55, oder Das abscheuliche Genießen. Lacanianische Reflexionen über den Umgang mit Behinderung, Liebe und Sexualität, in: Behinderte in Familie, Schule und Gesellschaft, 2/2003, S. 14 – 29. Als Vortragender erschien er unter anderem im Rahmen von Ringvorlesungen an der Universität Linz und Universität Salzburg. Am Tanzquartier Wien hielt er einen Vortrag im Rahmen von Swaying – non-aligned bodies and contemporary performance 2015.


Vergangene Termine