Pop / Rock

Michael Lee Firkins & Band / Big Daddy Wilson


Michael Lee Firkins
Ein Ausnahme-Gitarrist, der kaum wie ein anderer Bluegrass, Country, Blues und Rock verschmelzen kann. Darüber hinaus glänzt er mit seinem „hybrid picking at high speed“. Kein Wunder – die Eltern beide Musiker, die erste Gitarre mit acht Jahren, die kindlichen Hörgewohnheiten von Led Zeppelin, AC/DA und Black Sabbath geprägt, mit 12 bereits Auftritte mit
lokalen Bands und in der Kirche des heimatlichen Omaha in Nebraska. Damals besaß er schon eine Gibson SG und eine
Princeton Reverb, kurzum, das akustische war seine Sache nicht mehr. Mit 18 hatte er seine eigene Coverband, bis er draufkam dass ihn das nicht befriedigte. Er verdingte sich als Gitarrenlehrer und entdeckte für sich den Blues, von Albert Lee etwa. Das war’s für ihn – er schickte einDemoband an eine Plattenfirma, veröffentlichte 1990 sein Debutalbum. Davon wurden gleich 100.000 (!) Stück verkauft, nicht zuletzt weil Yamaha Guitars an ihn glaubte. Später entdeckte der heute 49jährige den Jazzeines Duke Ellington, dann die Gitarren-Götter Jimi Hendrix und Johnny Winter. Alle diese Einflüsse gepaart mit seiner phänomenalen Technik machen heute das Erlebnis „Michael Lee Firkins“ auf der Bühne aus.

Big Daddy Wilson
Scharenweise pilgerten Anfang der 70er-Jahre junge europäische Musiker in die USA, um dort den Blues zu „lernen“. Bei Wilson Blount war es genau umgekehrt. Geboren und aufgewachsen in dem kleinen Ort Edenton in North Carolina hörte er nur Gospel in der Kirche und Country so nebenbei. Kein Vater, dafür ein Job auf der Tabakplantage während der Schulzeit. Bitterarm aber glücklich, so die Erinnerung. Blieb nur die Army, nachdem er mit 16 die Schule geschmissen hatte.
Stationierung in Deutschland und das große Heimweh – eine Heirat schien das ideale Ticket für einen Heimaturlaub. 14 Tage waren bewilligt, nach sechs Wochen konnte ihn seine Mutter überreden sich doch wieder zum Dienst zu melden. Zumal keine Braut in Sicht war. Wieder in Bremen lernte der schüchterne Wilson ein Mädchen kennen. Die große Liebe (samt Hochzeit …) manifestierte sich in einem Gedicht, zu dem ihm später sogar eine Melodie einfiel. Irgendwann dann passierte ihm die „Erleuchtung“ – bei einem Besuch in einem Bluesclub, in Deutschland! „Ich wusste nicht was das ist. Ich fand was ich ein Leben lang gesucht hatte“. Wilson Blount überwand seine Schüchternheit, wurde als „Big Daddy Wilson“ zur Entdeckung der deutschen Bluesszene. Sogar die Schwester kam aus den USA, um ihn live zu sehen. Denn ihr Bruder ist aus der europäischen Bluesszene nicht mehr wegzudenken.


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