Kunstausstellung

Michael Kos: Muse Material: Objekte und Bilder/ Wer hat meine Schablone benutzt?


Am 23. Mai werden die Ausstellungen Muse Material: Objekte und Bilder von Michael Kos (Galerie Kunstfabrik) und Wer hat meine Schablone benutzt? von zehn jungen Talenten aus der Malakademie Waidhofen/Thaya (Projektraum junge Kunst) eröffnet. Im Saal der Kunstfabrik ist zusätzlich die Klang- und Kunstinstallation "Printing Matters, Sound Etchings" des Duos Judith Kerndl und Klaus Gstettner zu erleben.

Charakteristisch für Michael Kos ist sein spielerischer Umgang mit Materialität. Dabei stellt das Material selbst den Ausgangspunkt, die Quelle der Inspiration, für die künstlerische Idee dar.

In der Serie „Vernähungen“ verwendet er – entgegen der bildhauerischen Konvention – beschädigte, unvollkommene Steine und hebt bewusst die Makel des Materials hervor. Für seine „Mappings“ und „Surrogate“ bedient er sich unterschiedlicher Produkte der Papierindustrie – wie Landkarten, Stadtpläne oder Karton. Seine Bilder entstehen allein durch die Bearbeitung des Materials, durch das Zerreißen und Anordnen von Papier oder durch Schlichtungen von Farbe. Malerei ohne Pinsel. Zeichnung ohne Strich.

Michael Kos, 1963 in Villach geborgen, lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich. Von 1986 bis 1991 studierte er an der Hochschule für angewandte Kunst „Visuelle Mediengestaltung“ bei Peter Weibel.

Ein wichtiges Anliegen der Kunstfabrik Groß Siegharts ist die Förderung junger Nachwuchskünstlerinnen und -künstler. Im ersten Stock der Kunstfabrik wurde ein Raum des historischen Bandfabrikgebäudes als Projektraum für junge Kunst adaptiert. Hier gestalten jährlich fünf Künstlerinnen und Künstler unter 30 Jahren eigene Ausstellungen mit professioneller Unterstützung durch das Team der Kunstfabrik. Die Künstlerinnen und Künstler des Projektraums sind Studentinnen und Studenten oder junge Absolventinnen und Absolventen von Kunst(hoch)schulen.

Die Kunstfabrik möchte jungen Künstlerinnen und Künstlern, die im Bereich der bildenden Kunst tätig sind, mit dem Projektraum eine Möglichkeit bieten, ihre Werke in einem professionellem Umfeld zu präsentieren, erste Erfahrungen im Ausstellungsbereich zu sammeln und Kontakte mit Kunstschaffenden und Kunstinteressierten zu knüpfen. Jungen Künstlerinnen und Künstlern wird in der Kunstfabrik ein offener Raum für die Verwirklichung eigenständiger, innovativer und experimenteller Projekte geboten.


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