Literatur

Michael Gehler & Erich Lessing: Ungarn 1956


Berührendes Porträt einer gescheiterten Revolution – Jahrhundertfotograf Erich Lessing am Höhepunkt seines Schaffens

Herbst 1956. Der junge Fotograf Erich Lessing beschließt vom nahegelegenen und gerade erst kürzlich von der Besatzung befreiten Wien nach Budapest zu reisen, um die revolutionären Geschehnisse in seinem Nachbarland zu dokumentieren. Die Bilder, die ihm dort gelingen, zählen mit Recht zu den Meilensteinen der Reportagefotografie und berühren den Betrachter auch heute, fast 60 Jahre später, immer noch wie am ersten Tag.

Lessing kann alle Phasen des Ungarnaufstands von den ersten Demonstrationen über den Umsturz bis zur Niederschlagung der Revolte bildlich einfangen. Nicht als unbeteiligter, kühler Journalist sondern als leidenschaftlicher Dokumentarist, der in jeder Aufnahme Verbindung aufnimmt zu den Menschen und den einschneidenden Veränderungen, deren Zeugen sie gerade werden. Der nun anlässlich des 60. Jahrestages herausgegebene Band beinhaltet die besten Fotografien Erich Lessings aus den Tagen der Ungarischen Revolution. Der renommierte Historiker Michael Gehler geht in einem ausführlichen Essay auf die Bedeutung dieses Ereignisses von europäischer Tragweite ein und liefert wertvolle Hintergrundinformationen zu den Bildern.


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