Tanz

Mette Ingvartsen – The artificial Nature Project


tausende silberne konfetti rieseln permanent aus dem bühnenhimmel. raffiniert ausgeleuchtet und von sieben darstellern unablässig neu arrangiert erschaffen sie artifizielle landschaften und wecken assoziationen an reale naturereignisse.

für ihr neues stück schafft mette ingvartsen eine szenische installation, die in faszinierenden bildern schönheit und zerstörung der natur thematisiert. dafür entwirft die dänische choreographin eine funkelnde welt aus flocken, wolken und wind, die den raum in ein magisches licht tauchen.

doch die anfängliche idylle verwandelt sich schritt für schritt in ein bedrohliches szenario, das die performer – mit schutzanzügen und feinstaubmasken ausgestattet – akribisch erkunden. sie agieren als material-manipulatoren in einer zunehmend apokalyptischen umwelt, bei der die menschlichen körper im globalen chaos verschwinden.

mit the artificial nature project, das im rahmen der sommerszene seine österreich-premiere erfährt, setzt mette ingvartsen ihre recherchen zu wahrnehmung, fiktionalisierung und choreographie von natur fort und lässt nicht die körper, sondern die dinge tanzen.

die in amsterdam und bei p.a.r.t.s. in brüssel ausgebildete mette ingvartsen zählt zu den wichtigsten impulsgeberinnen des zeitgenössischen tanzes. sie setzt mit ihren konzeptuellen arbeiten und ungewöhlichen settings internaionale maßstäbe. bereits 2010 und 2011 begeisterte sie das salzburger publikum mit ihrer lichtermeer-installation the light forest am kapuzinerberg. nun knüpft sie mit ihrem neuen stück an das 2010 bei der sommerszene gezeigte evaporated landscapes an.

künstlergespräch nach der vorstellung


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