Klassik

Merlin Ensemble Wien - Brahms, der Fortschrittliche


Unerhörte Musik, jüdische Musik in Wien und Berlin, Bearbeitungen und Originale, interpretiert vom Merlin Ensemble Wien. Peter Matić liest Texte von Bertolt Brecht, Imre Kertész und Arnold Schönberg.

Merlin Ensemble Wien
Till Alexander Körber, Klavier
Hubert Renner, Horn
Martin Walch, Violine und Leitung

Arnold Schönberg: Phantasy for Violin with Piano Accompaniment op. 47
Drei Klavierstücke Till Alexander Körber: Zweiter Gesang der Frühe für Violine, Horn und Klavier György Ligeti: Trio für Violine, Horn und Klavier Johannes Brahms: Klavierquartett g-Moll op. 25

»Brahms, der Fortschrittliche«, so nannte Arnold Schönberg im Jahre 1933
einen Aufsatz, der nochmals bezeugte, wie wichtig der große Romantiker für Schönbergs eigenes Schaffen seit den frühesten bekannten Klavierstücken war. Durch die Orchestration des Klavierquartettes op. 25 huldigte der Jüngere seinem Vorbild. Auch die späte »Phantasy « leugnet nicht, was Schönberg von Brahms gelernt hatte: Ökonomie – und dennoch: Reichtum. Rückblick und Ausblick: zwischen diesen Polen bewegt sich auch der »Zweite Gesang der Frühe« von Till A. Körber. Ligetis Horntrio wiederum weist auf Volksmusik zurück
und öffnet zugleich – in stetiger Rückbesinnung auf Brahms – neue Bahnen für das omponieren der Gegenwart.

Eintritt 14 EUR
Liveübertragung im Webradio: www.schoenberg.at

Das Merlin Ensemble Wien wurde 1991 von Mitgliedern des Chamber Orchestra of Europe zunächst als Oktett gegründet. Später wurde der Kreis der MitspielerInnen erweitert, so dass das Ensemble in variablen Besetzungen auftreten kann.

Durch die Zusammenarbeit mit SchauspielerInnen und RegisseurInnen konnten größere musikdramatische Projekte entwickelt werden. Auch für zeitgenössische Kammermusik hat sich das Merlin Ensemble Wien einen Namen gemacht, was sich ebenfalls in einer intensiven Zusammenarbeit mit KomponistInnen wie Sofia Gubaidulina oder Christian Muthspiel zeigt. Mit Konzerten u.a. im Musikverein und Konzerthaus in Wien, im Burgtheater, und bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, der Internationalen Musikfestwoche Luzern, im Thomas Bernhard Haus bei den Festwochen Gmunden, der Schubertiade Feldkirch, dem Musikfest Bremen, Beethovenfest Bonn, beim Tübinger Theatersommer, den Ludwigsburger Festspielen und dem Wiener Klangbogen hat sich das Ensemble einen festen Platz im internationalen Musikleben gesichert.

Das Ensemble ist regelmäßiger Gast im Arnold Schönberg Center Wien.
Im Oktober 2005 gastierte das Merlin Ensemble mit Hermann Beils Inszenierung von Schönbergs „Pierrot lunaire“ in New York und Washington, im Jahr 2006 in Basel und im Museum Paul Klee in Bern sowie mit Thomas Bernhards „Zauberflötentraum“ mit Ulrich Matthes bei den Maifestspielen Wiesbaden. Im Rahmen des Mozartjahrs 2006 brachte das Ensemble die großen lodronischen Nachtmusiken zur Aufführung.

2007 trat das Merlin Ensemble Wien erfolgreich mit großen Projekten u.a. beim Beethovenfest Bonn und in der Oper Leipzig auf.
Diskographie: Franz Schubert „Oktett“ (Balance München, 1999), Igor Strawinsky „Geschichte vom Soldaten“ (einzige deutschsprachige Version im Handel, Sprecherin: Lore Brunner, Regie: Hermann Beil, Preiser Records, Live-Aufnahme vom 12. Musikfest Bremen 2001), Ludwig van Beethoven „Septett“, Anton Diabelli „Sechs Walzer“, Johann Strauß „Drei Galoppe“ (Preiser Records, 2001).
Martin Walch, Violine & Till A. Körber, Klavier: „quasi una fantasia“ Fantasien von Schumann, Schönberg und Zweite Sonate von Busoni (Preiser Records, 2002).
http://www.merlinensemblewien.at/


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