Theater

Medusas Floss


Die berührende Geschichte des Jungen, der aus Sehnsucht nach Selbstverwirklichung für seinen Traum von einer besseren Welt sein Leben riskiert, basiert auf einer wahren Begebenheit. Petra Maria Kraxner hat dieses Schicksal mit den dramatischen Ereignissen unserer Gegenwart verknüpft und so die Textgrundlage für diese Inszenierung bereitet.

Zwei sehr junge Männer in einem westafrikanischen Land, Solomon und Tayo.

Sie träumen von einem besseren Leben in Europa. Die Flucht per Boot ist lebensgefährlich und viel zu teuer. Tayo, der Realist, will erst einmal sparen, um irgendwann die Schlepper bezahlen zu können. Solomon, der tollkühne Träumer, lässt sich durch Vernunftgründe nicht abschrecken.

Er sucht einen anderen Weg: als blinder Passagier versteckt er sich im Fahrwerkschacht eines Flugzeugs. Wie durch ein Wunder überlebt er den Flug nach Europa. Der Junge wird als Sensation gefeiert, dennoch muss er die langwierige Prozedur der Registrierung über sich ergehen lassen. Solomon gerät in ein besonderes Modell-Aufnahme-Lager, eines mit Therapieangeboten, Yoga und einer Malgruppe, die sich an „Medusas Floß“ ausprobiert. Die Maxime hier heißt Effizienz.

Solomon wird sich selbst zum Fremden, träumt von allem, was er zurückgelassen hat. Schließlich wird er abgeschoben. Er, der doch nur frei und unabhängig leben will, wird auch in Afrika zum Fremdling. Und so wagt er die wahnsinnige Reise noch einmal.

Regie: Alice Asper

Bühne und Kostüme: Nora Brügel

Dramaturgie: Dorothée Bauerle-Willert

Licht: Arndt Rössler

Ausstattungsassistenz: Leslie Bourgeois

Regieassistenz: Nina Stix

Inspizienz: Eva Lorünser

Solomon: Toks Körner

Tayo: Markus Subramaniam

Schauspielerin 1 (Rohstoffhändlerin, Flughafenangestellte, Yogalehrerin, Familienmitglied u.a.) Kyra Lippler

Schauspielerin 2 (Videojournalistin, neuer freundlicher Automat, Familienmitglied u.a.) Laura Louisa Garde

Schauspieler 3 (Antragsteller, Familienmitglied u.a.) Boris Popovic

Schauspieler 4 (Familienmitglied, Schmaltz, Maler, freundlicher Automat u.a.) Marcus Widmann


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