Theater

Maximal Medial


Eine dokumentarische Uraufführung

Onlinekommunikation ist aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken: im Web 2.0 aus dem eigenen Leben erzählen, den Alltag mit Bildern und kurzen Texten in Echtzeit dokumentieren oder einfach nur das Gefallen an bestimmten Unterhaltungsmedien kundtun. Von YouTube über Facebook bis Instagram und Tumblr - das Internet ist multifunktional und individuell einsetzbar. Immer erreichbar und ständig connected: grenzenlose Echtzeitkommunikation scheint ein Muss.

Doch warum eher facebook statt face-to-face? - Bietet das Netz einen Freiraum, in dem man unbeobachtet von Erwachsenen agieren und ohne Zwang kommunizieren kann? Und was passiert eigentlich mit unserer Identität und Kommunikation, wenn alles nur noch digital verhandelt wird? Die sozialen Netzwerke eröffnen neue Selbstdarstellungs- und Interaktionsmöglichkeiten, wobei der „Gefällt mir"-Button das bekannteste Phänomen darstellt. Warum beschränken wir uns meist darauf, unser harmloses Wohlgefallen kund zu tun (gefällt mir), anstatt einem (vielleicht vorhandenen) Missfallen Ausdruck zu verleihen?

Das Team von „MAXIMAL MEDIAL (AT)" untersucht digitale Freundschaften und Kommunikationsformen im Spiegel ihrer jugendlichen AkteurInnen. Sie sind durch ihr Wissen keine Laien mehr; sie verwandeln ihre Realitätsräume in Theater und werden zu ExpertInnen ihrer eigenen Themen. Die SchülerInnen erzählen ihre Geschichten, sprechen ihre eigenen Texte, verhandeln Erlebtes und Gehörtes, Digitales und Analoges.

Im Anschluss an die Vorstellung am Sa. 26. Apr. findet ein öffentliches Publikumsgespräch statt.

Künstlerische Leitung: reschen.see (Julia Burger & Meike Sasse) | Autor: Lorenz Langenegger | Regie: Julia Burger | Dramaturgie, Co-Regie: Meike Sasse | Ausstattung: Matthias Krische | Kostüme: Teresa Toth | Video, Musik: Oliver Stotz | dramaturgische Mitarbeit: Julia Perschon | Schauspieltraining: Myriam Rossbach | Produktions- und Regieassistenz: Adrian Linz | Produktions- und Regiehospitanz: Lilith Bolle | DarstellerInnen: SchülerInnen des BRG/BORG 15 Henriettenplatz und der BAKIP Kenyongasse

Die bundesweite Theaterinitiative Macht|schule|theater ist ein Teilprojekt der Initiative des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur „Weiße Feder - Gemeinsam für Fairness und gegen Gewalt" und Leitprojekt der Initiative des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur für kulturelle Bildung an Schulen „Kunst macht Schule".
Ziel ist die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt und Gewaltprävention sowohl von Seiten der bei den Produktionen mitwirkenden Schülerinnen und Schüler als auch von Seiten des jugendlichen Publikums.

Uraufführung
Theater | 70 Min.


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