Jazz · World Music

Maurizio Geri Swingtet/ Film: La vita e bella


Toskanische Volksmusik!

2012 erschien mit „Tito Tariero“ die bereits vierte CD des Swingtets. Geris musikalischer Zugang ist leidenschaftlich und frei, streng, dabei offen für Neues. Reinhardts Erbe trifft Jazz, Tanzmusik und Improvisation, die Musik klingt insgesamt sehr europäisch und ist doch voller Respekt für Maurizios erste musikalische Liebe - die toskanische Volksmusik.

Seit Jahren kennen und lieben wir den Mann mit der samtenen Stimme als Sänger, virtuosen Gitarristen und Autor einiger der schönsten Songs von Riccardo Tesis Banditaliana, aber als Bandleader ist Maurizio Geri wohl den wenigsten ZuhörerInnen nördlich der Alpen ein Begriff. Mit seinem Maurizio Geri Swingtet huldigt er dem Stil Django Reinhardts und kombiniert dessen unverwechselbaren Manouche Sound mit Swing und der Tradition der italienischen Cantautori. Das alles verschmilzt er zu einem ganz eigenen Klang, der die Gruppe über die Jahre zur italienischen Nummer Eins in Sachen Swing Manouche werden liess.

Soeben ist mit Tito Tariero die vierte, hochgelobte CD des Swingtet erschienen. Geris musikalischer Zugang ist gleichzeitig leidenschaftlich und frei, streng und doch offen für Neues. Djangos Erbe kommt hier im Gewand von Jazz, Tanzmusik und Improvisation daher, sehr europäisch und dann doch wieder voller Respekt für die italienische Liedermachertradition und für Maurizios erste musikalische Liebe, die Volksmusik seiner Heimat Toskana.

Maurizio Geri, guit, vocal
Giacomo Tosti, Akkordeon
Nicola Vernuccio, bass
Michele Marini, clarinet
Luca Giavacchini, guit

ROBERTO BENIGNI'S LA VITA E BELLA / DAS LEBEN IST SCHŒN
1997. Roberto Benigni. . Nicoletta Braschi.Giorgio Cantarini als Giosuè

„Nicht das, was wahr ist, ist schön, sondern das, was schön ist, ist wahr” – dieser Satz ist Leitmotiv in DAS LEBEN IST SCHÖN. Der Film, der um 1940 vor dem Hintergrund von Faschismus und Antisemitismus in Italien spielt, ist eine Gratwanderung zwischen Horror und absurder Komik, ein hohes Lied auf den jüdischen Humor und auf den unerschütterlichen Glauben an die Schönheit des Lebens, der in der Vergangenheit immer wieder Menschen die Kraft zum Widerstand gab. „Mit seinem humoristisch verfremdeten Ansatz gelingt es Benigni verblüffenderweise, den Greueltaten der Nazis jene Unfassbarkeit zurückzugeben, die sie in konventionelleren Formen von dokumentarischer oder künstlerischer Überlieferung teilweise eingebüßt haben.”
Guido hält sein auswegloses Theaterspiel selbst dann noch aufrecht, als Giosuè von den anderen Lagerkindern erfährt, daß "man mit uns den Ofen heizt" und "aus uns Seife und Knöpfe" macht. Aber Guidos unerschöpfliche Phantasie wird bis zur bitteren Neige immer neue scherzhafte Umdeutungen des Lager-Horrors finden, die den Zuschauer gleichermaßen entsetzen und beschämen. Und zum Schluß bleibt nur, was verschwindet, wenn man ihren Namen sagt : Die Stille.


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