Vortrag

Matthias Klos: Landschaftskunst. Landschaft und öffentlicher Raum


Matthias Klos
Im bebauten und gebauten Raum formen sich ungewollt Konglomerate, die - wie Bühnen - kleinräumliche und subtile Konfrontationen von Planungsversprechen und Alltagsrealitäten als ungeplante Geschichten zeigen; Geschichten aus einem Überschuss an Narration, der sich aus dem Austarieren von profaner Notwendigkeit und disponierter Allgemeinheit ergibt; lokale Geschehnisse, deren Erscheinungen sich aus den Bedürfnissen, den Interessen und dem Begehren zwischen Bebauungen und Handlungen formen. Es sind wechselseitige Übertragungen, deren Autorenschaft nicht mehr bei den Erbauern liegt, sondern die sich überlagern und zur Aufführung bringen. Der Regisseur Dominik Graft fasste dies einmal so zusammen: „Wenn die Zeit die vierte Dimension des Raums ist, so ist die fünfte Dimension das Imaginäre.“

Matthias Klos,
Geboren 1969 in Hersbruck, Deutschland, lebt und arbeitet seit 2002 in Wien. Ausbildung als Koch und Brauer und Mälzer. Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg von 1993 bis 1999, Meisterschüler. Von 2002 bis September 2009 künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bildende Kunst und Kulturwissenschaften der Kunstuniversität Linz, Bereich Experimentelle Gestaltung. 2010 bis 2011 Gastautor bei springerin und beim Online-Magazin artnet.de. Seit Oktober 2011 Teil des Forschungsschwerpunktes künstlerische Selbsttechniken am Institut für Bildende Kunst und Kulturwissenschaften der Kunstuniversität Linz.


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