Jazz

Matthew Shipp, Klavier


Ljubisa Tosic schreibt im Standard über Matthew Shipps Solokonzert beim Festival in Saalfelden 2015: „Shipp sitzt am Klavier und durchreist die eigene Geschichte in Form von Assoziationen über alte Songformen. Das Magische dieses Spiels rührt jedoch nicht nur von den Songvorlagen her. Es ist der nie abebbende intensive Erzählfluss, der zwischen Tradition und Moderne vermittelt: Da taucht ein Fragment aus Tenderness auf, wird aber gleich zum Ausgangspunkt freitonaler Verarbeitung. Shipp ist energetisch nahe bei Cecil Taylor. Individuell wird sein Spiel aber durch bewusste Variation von Material, das er kontrapunktisch extrapoliert oder in Düsterharmonik taucht. Eine farbenreiche Reise durch die Jazzgeschichte.“

Matthew Shipp, geb. 1960 in Delaware, lebt in New York. Studierte am New England Conservatory bei Ran Blake. War Mitglied im David S. Ware Quartett - mit dem er 1993 beim Kaleidophon zu Gast war. Leitet eigene Bands mit Rob Brown, William Parker und Whit Dickey und spielt mit Musikern wie Ivo Perelman, Hamid Drake, Daniel Carter oder Roscoe Mitchell.


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