Literatur · Theater

Matinée mit Christoph Ransmayer - Lesung


Christoph Ransmayr, wurde 1954 in Wels/Oberösterreich geboren. Er wuchs in Roitham als Sohn eines Volksschullehrers auf und studierte in Wien Philosophie und Ethnologie. Danach arbeitete er als Kulturredakteur und Autor für verschiedene Zeitschriften („Extrablatt“, „Geo“, „Transatlantik“, „Merian“). Seit 1982 ist er freier Schriftsteller. Christoph Ransmayr zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Vertretern postmodernen Erzählens, da er es schafft, realistische Details mit fantastischen Transformationen und intertextuellen Bezügen zu kombinieren und seine Werke auch mit seinem ausgeprägten Sinn für bildhafte Darstellungen bereichert. Charakteristisch für Ransmayrs Romane sind die Schilderung grenzüberschreitender Erfahrungen sowie die literarische Bearbeitung historischer Ereignisse und deren Verknüpfung oder Brechung mit Momenten aus der Gegenwart.

1997 hielt Ransmayr die Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele. Er verlas die für diesen Anlass verfasste Kurzgeschichte „Die dritte Luft oder Eine Bühne am Meer.“ Neben seinen Romanen „Die Schrecken des Eises und der Finsternis“, „Die letzte Welt“, „Morbus Kitahara“, „Der fliegende Berg“ und dem „Atlas eines ängstlichen Mannes“ erschienen bisher zehn Spielformen des Erzählens, darunter „Damen & Herren unter Wasser“, „Geständnisse eines Touristen“, „Der Wolfsjäger“ und zuletzt „Gerede“.

Für sein Werk, das in mehr als dreißig Sprachen übersetzt wurde, erhielt er zahlreiche renommierte Auszeichnungen, u.a. den Anton-Wildgans-Preis, den Nestroy und den Bertolt-Brecht-Literaturpreis.


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