Kunstausstellung

Mateusz Okoński und Grzegorz Siembida - Nilpopo


Mit der Reihe „Trajektorien des Risikos“, kuratiert von Goschka Gawlik, präsentiert das Polnische Institut Wien polnische Künstler der jüngeren Generation.

Aufgrund ihrer reflexiven Form und dynamischen Mobilität sind die visuellen Künste eigentlich kontrafaktischer Natur. Die KünstlerInnen greifen in gleicher Weise sowohl auf Phänomene der Vergangenheit als auch der Zukunft zu und verweben sie mit der individuellen Erfahrung sowie mit der spezialisierten Sprache der Symbole, Zeichen und abstrakten Systeme. Anstatt sich bloß zu wiederholen, schreiben sie sich in den Bereich der Risiken und Unsicherheiten ein, einst etablierte Idiome zurücklassend.

In der zweiten Ausgabe der Reihe präsentieren der Bildhauer Mateusz Okoński (geb. 1985) und der Maler Grzegorz Siembida (geb. 1984) ihre neuesten Arbeiten. Unter dem Titel NILPOPO versuchen die beiden Künstler, die Bildvorstellung einer unbekannten und ungeklärten Kultur zu imaginieren, die irgendwo im Radius der Strömung der großen Flüsse Nil und Limpopo situiert ist. Es geht um das Herbeirufen des Nimbus einer Zivilisation samt ihrer suggestiven Artefakte. Allerdings bleibt offen, ob es sich hier bloß um Halluzination, Memoiren oder eine utopische Sehnsucht handelt. Tiefe Wellenbewegungen, Schatten und Gespenster sowie sumpfiger Schlamm regen sowohl zur Reflexion über Ordnung, Chaos und Verfall, als auch über etwas Neues an, das erst im Kommen ist. Tiefer und Höher.


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