Klassik

Martin Yavryan, Violine, Nikolaus Meßner, Violoncello, Isabel Gabbe, Klavier


Schostakowitschs 2. Klaviertrio op. 67 ist dem Andenken seines Freundes Iwan Sollertinski gewidmet. Dieses Werk ist ein Monument der Selbstbehauptung und des von Sollertinski propagierten, vom stalinistischen Regime energisch bekämpften „Individualismus“. Es entstand 1944 und entfaltet die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen von tiefster Trauer bis
beißender Ironie. Ähnlich wie Schostakowitsch kämpfte Sofia Gubaidulina am Anfang ihrer Karriere als Komponistin mit Kritik von Seiten des Sowjetregimes. Ihre Stücke für Cello solo wirken ebenso fragmentarisch wie eindringlich. Ihr wurde „Pflichtvergessenheit“ vorgeworfen und erst Schostakowitschs Ermutigung führte dazu, dass sie ihren Weg fortsetzte. Bert Breits einziges Klaviertrio entstand 1996 für die Schwazer Klangspuren. Der Komposition ist folgende Widmung vorangestellt: „Für Wolfgang Tschernutter, obdachlos, der von Jugendlichen erschlagen wurde“.

Martin Yavryan (Violine)
Nikolaus Meßner (Violoncello)
Isabel Gabbe (Klavier)


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