Vortrag · Literatur

Martin Pollack & Kemal Mahmutefendić


Lesung und Gespräch

Kemal Mahmutefendić ist während des Jugoslawienkrieges aus Bosnien nach Österreich geflohen und ist nach fünf Jahren in ein zerstörtes Sarajevo zurückgekehrt. In eine Stadt, die einst als Musterbeispiel multiethnischen Zusammenlebens galt und deren Wunden an vielen Orten noch offen daliegen. Mahmutefendićs Gedichte erzählen von Wunden, die in einer scheinbaren Normalität nicht mehr sichtbar sind.

Martin Pollack hat durch die Aufarbeitung seiner eigenen Familiengeschichte eine neue Sichtweise auf seine Heimat gefunden. All das Bekannte und auch Vertraute zeigte sich plötzlich in einer Fratze, die sich wie ein Schatten über das Idyll seiner Kindheit legte. Aus dieser Erfahrung machte er sich auf die Suche nach weiteren solchen kontaminierten Orten und hob einige davon in seinem neuen Buch „Kontaminierte Landschaften“ exemplarisch hervor.

Nach der Lesung spricht und diskutiert Peter Tyran mit den beiden Autoren über ihr Werk.


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