Klassik

Mark Padmore, Tenor, Till Fellner, Klavier


In der Interpretation des belgischen Ensembles Vox Luminis, dessen zwölf Sängerinnen und Sänger sich den Werken in unterschiedlichen Besetzungen annähern, bleibt die Musik stets in der Schwebe – leicht, klar und von stiller Poesie durchdrungen.

Ludwig van Beethoven An die ferne Geliebte op. 98 (1816) Harrison Birtwistle Songs from the Same Earth (2012 / 13) Zehn Lieder nach David Harsent PAUSE Robert Schumann Dichterliebe op. 48 (1840)

Wie sehr Text und Musik ineinander verwoben sein können, wie eng sich die geistige Verbindung zwischen zwei Künstlern gestaltet, zeigen Mark Padmore und Till Fellner an drei exemplarischen Werken aus unterschiedlichen Epochen: am ersten aller Liederzyklen, «An die ferne Geliebte», komponiert von Ludwig van Beethoven nach Gedichten von Alois Jeitteles, an Robert Schumanns «Dichterliebe», einem Bilderbogen von Liebesglück und -leid nach Heinrich Heine, und an einem neuen Werk von Harrison Birtwistle, das auf Texten von David Harsent beruht. «Songs from the Same Earth» entwirft eine orpheische Schattenwelt der Träume und Erinnerungen, die durch Klangvielfalt ebenso besticht wie durch die Weite, die sie eröffnet

Von 5. bis 11. Mai 2014 gastieren der Bariton Matthias Goerne, der Tenor Mark Padmore, das Vokalensemble Vox Luminis, der Schauspieler und Regisseur Karl Markovics, die Camerata Salzburg, die Pianisten Till Fellner und Tamara Stefanovich und andere Künstler in den Swarovski Kristallwelten.

Gesang und gesprochenes Wort, Kammermusik für große Ensembles sowie Kompositionen für Klavier und Streicher in unterschiedlichen Besetzungen bilden die Schwerpunkte von „Musik im Riesen“ 2014. Dass diese Themen oft ineinander verwoben sind, wird schon am Eröffnungsabend deutlich, wenn der Bariton Matthias Goerne und die Camerata Salzburg unter Louis Langrée Vokalmusik von Johann Sebastian Bach und Hanns Eisler sowie das letzte große Orchesterwerk von Richard Strauss zu Gehör bringen. Wo Goerne und die Camerata Salzburg Musik aus dem Barock und dem 20. Jahrhundert einander gegenüberstellen, spannen der Tenor Mark Padmore und der Pianist Till Fellner bei der Matinee am 11. Mai 2014 den Bogen von der Klassik und Romantik zu einem neuen Werk des britischen Komponisten Harrison Birtwistle. Weiter in die Vergangenheit gehen die Sängerinnen und Sänger von Vox Luminis am Abend davor. Im Zentrum ihres Programms „Schütz und die Familie Bach“ stehen die „Musicalischen Exequien“ von Heinrich Schütz, für deren Aufnahme das belgische Gesangsensemble mit dem Gramophone Award 2012 ausgezeichnet wurde.

Leidenschaftliches Musizieren
Recht abenteuerlich liest sich, was der Komponist George Antheil in seiner Autobiografie „Bad Boy of Music“ festgehalten hat. Avantgardistisch und wild sind auch seine frühen Werke – Anlass genug für den Pianisten Gottlieb Wallisch, einen „furiosen Antheil-Abend in Wort und Klang“ zu initiieren (7. Mai 2014) und dafür zwei berühmte Mitstreiter zu gewinnen: den Geiger Vahid Khadem-Missagh und den Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur Karl Markovics. Ungezähmtheit und große Namen finden sich auch beim Streichquartett quartet-lab, zu dem sich Patricia Kopatchinskaja, Pekka Kuustisto, Lilli Maijala und Pieter Wispelwey zusammengeschlossen haben. Bei ihrem Auftritt am 9. Mai 2014 spielen die vier Virtuosen nicht nur Quartette von György Kurtág, Béla Bartók und George Crumb, sondern treten auch als Solisten bzw. im Duo auf.

Impulse für junge Musiker
Ähnlich wie die vier Musiker des quartet-lab halten es die Pianistin Tamara Stefanovich und die Cellistin Natalie Clein am 8. Mai 2014, die ihr Konzert mit Duowerken von Thomas Larcher und Dmitri Schostakowitsch beginnen und im Anschluss ein Klavier- bzw. ein Cellorecital geben.
Auch 2014 führen wir „Impuls“ - das Musikprojekt für junge Künstler - weiter, wobei Nachwuchstalente großen Musikern und junge Interessierte klassischer Musik begegnen. Den Anfang machten 2013 die Violinistin Patricia Kopatchinskaja und der Akkordeonist Luka Juhart. 2014 bietet das Masterclass-Programm «Impuls», das im Rahmen von Musik im Riesen 2014 zum zweiten Mal stattfindet, Musikstudenten und -schülern die Möglichkeit zur Begegnung mit der Pianistin Tamara Stefanovich und dem Komponisten und Pianisten Thomas Larcher. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sind beim Konzert am 6. Mai 2014 in den Swarovski Kristallwelten zu hören.

Kartenreservierung und Information:
Swarovski Kristallwelten
6112 Wattens, Austria
Tel. +43 (0)5224 51080 3841
[email protected]
http://www.kristallwelten.com/musik

Tickets außerdem erhältlich bei allen oeticket Vorverkaufsstellen, im oeticket Center Innsbruck (Tel. 0512 341034) und auf http://klassik.oeticket.com


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