Klassik

Mariinsky Orchester/ Wiener Singverein


Rudolf Buchbinder , Klavier, Leitung

Programm
WOLFGANG AMADEUS MOZART
Konzert für Klavier und Orchester d-Moll KV 466

LUDWIG VAN BEETHOVEN
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37
Fantasie für Klavier, Chor und Orchester c-Moll op. 80

Beethoven begleitet Rudolf Buchbinder ein Leben lang, und Mozart fordert ihn immer wieder zu neuen Erkenntnissen der Menschlichkeit heraus. «Beethoven zu spielen, das ist wie jeden Abend etwas Neues zu entdecken», sagt er, «und Mozart ist meist eine Offenbarung der Humanität.» Nun stehen beide Komponisten auf dem Programm. Rudolf Buchbinder, künstlerischer Leiter des Grafenegg Festivals, wird dabei das leidenschaftliche Mariinsky Orchester aus St. Petersburg leiten. Opulenter Abschluss ist die «Chorfantasie», die auch «Kleine Neunte» genannt wird, weil in ihr bereits die «Ode an die Freude» zu hören ist.

Rudolf Buchbinder
zählt zu den legendären Interpreten unserer Zeit. Die Autorität einer mehr als 60 Jahre währenden Karriere verbindet sich in seinem Klavierspiel auf einzigartige Weise mit Esprit und Spontaneität. Seine Interpretationen werden für ihre intellektuelle Tiefe und musikalische Freiheit weltweit gefeiert.

Als maßstabsetzend gelten insbesondere seine Interpretationen der Werke Ludwig van Beethovens. Über 50 Mal führte er die 32 Klaviersonaten auf der ganzen Welt bisher zyklisch auf und entwickelte die Interpretationsgeschichte dieser Werke über Jahrzehnte weiter. Als erster Pianist spielte er bei den Salzburger Festspielen sämtliche Beethoven Sonaten innerhalb eines Festspiel-Sommers. Ein Live-Mitschnitt liegt auf DVD vor.

Anlässlich des 250. Geburtstags Ludwig van Beethovens widmet der Wiener Musikverein Rudolf Buchbinder in der Saison 2019/20 einen eigenen Zyklus der fünf Beethoven Klavierkonzerte. Als Solist spielt er diese mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons, den Wiener Philharmonikern unter Riccardo Muti sowie mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern und der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter ihren Chefdirigenten Mariss Jansons, Valery Gergiev und Christian Thielemann.

Eine weitere Premiere steht im Mittelpunkt des Beethoven-Jahres 2020. In Anlehnung an Beethovens berühmte Diabelli-Variationen op. 120 entsteht auf Initiative von Rudolf Buchbinder eine Serie neuer Diabelli-Variationen. Als Koproduktion verschiedener internationaler Veranstalter wurde der Auftrag an elf führende Komponisten der Gegenwart vergeben.

Seit 2019 ist Rudolf Buchbinder Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon. Zahlreiche preisgekrönte Aufnahmen dokumentieren seine Karriere.
Rudolf Buchbinder ist Ehrenmitglied der Wiener Philharmoniker und des Israel Philharmonic Orchestra. Er ist der erste Solist, dem die Sächsische Staatskapelle Dresden die Goldene Ehrennadel verlieh.

Größten Wert legt Buchbinder auf Quellenforschung. Seine private Notensammlung umfasst 39 komplette Ausgaben der Klaviersonaten Ludwig van Beethovens sowie ein umfangreiches Archiv von Erstdrucken, Originalausgaben und Kopien der eigenhändigen Klavierstimmen beider Klavierkonzerte von Johannes Brahms.

Seit Gründung des Grafenegg Festivals 2007 ist er dessen Künstlerischer Leiter. Grafenegg zählt heute zu den einflussreichsten Orchesterfestivals in Europa.

Zwei Bücher sind von Rudolf Buchbinder bislang erschienen, seine Autobiographie „Da Capo" sowie „Mein Beethoven – Leben mit dem Meister".


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