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Marie-Theres Arnbom: Die Villen vom Attersee. Wenn Häuser Geschichten erzählen


Eindrucksvolle Bergkulisse, türkis-blaues Wasser - seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist der Attersee Sehnsuchtsort des Bürgertums und beliebtes Ziel der alljährlichen Sommerfrische.

Industrielle, Bankiers, Ärzte, Gelehrte, Dichter, Künstler und Exzentriker bevölkerten Jahr für Jahr Seewalchen und Attersee, Unterach, Weißenbach oder Steinbach. Größen wie Johannes Brahms, Ignaz Brüll, Victor Léon, Gustav Klimt und Gustav Mahler verbrachten hier den Sommer, ebenso wie die Sopranistinnen Maria Jeritza und Hilde Güden oder die Schauspielerin Charlotte Wolter. Die malerischen Villen des Attersees beherbergten aber auch viele Menschen, deren Namen in Vergessenheit geraten sind.
Der Attersee war nicht nur Ort unbeschwerter Sommerfrische. 1938 kaufte so mancher Nachbar „billig“ eine Villa, die als Juden geltenden Eigentümer mussten einwilligen. Nazi-Organisation stritten um die Besitzungen, und die Rückstellungen nach dem Ende des Krieges können (und wollen) oftmals den Geist der Nazi-Ideologie nicht verbergen.

Marie-Theres Arnbom begibt sich auf eine spannende Reise in die Vergangenheit des Attersees.

Marie-Theres Arnbom, Dr. phil., geboren 1968 in Wien, ist Historikerin, Autorin, Kuratorin und Kulturmanagerin. Sie veröffentlicht Bücher und Beiträge zu zeit- und kulturhistorischen Themen, die sie als Kuratorin an Museen auch in Szene setzt, und schreibt Programmhefte und Artikel für große Konzertveranstalter. Sie gründete das Kindermusikfestival St. Gilgen als wesentlichen Bestandteil des Musiksommers im Salzkammergut und – gemeinsam mit Christoph Wagner-Trenkwitz – das Forschungsinstitut für Operette und Unterhaltungstheater. Sie arbeitet unter anderem die Geschichte jüdischer Intellektueller auf und versucht, deren Gedankenwelt wiederzubeleben. Marie-Theres Arnbom lebt mit ihrem Mann, dem Genealogen Georg Gaugusch, in Wien.

Um Anmeldung wird gebeten: Tel.: +43 1 535 04 31-110 oder E-Mail: [email protected]

Einlass 18:15 Uhr
Eintritt frei


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