Literatur

Marie Rotkopf: Antiromantisches Manifest


Das antiromantische Manifest als Streitschrift für das Fremdsein als einzig mögliche Lebensweise.

Lesung

»Ihr seid eine Mischung aus Eva Braun, Judith Butler und Yoko Ono, mit euren Tagen des Anderssein-Wollens in euren freien Ghettos, ihr merkt es nicht …«
 
Marie Rotkopf teilt ordentlich aus gegen Nationalromantiker und Poplinke, Postfeministinnen wie Patriarchen, Luther wie Mütter. Gefangene werden nicht gemacht. Rotkopfs Manifest ist eine Sammlung polemischer Betrachtungen einer Französin, die seit zehn Jahren in Deutschland lebt. Aber das stimmt nicht ganz, weil sie von allem die Hälfte ist, mit deutsch-französischen und jüdisch-arabischen Hintergründen, und wie Costa Gavras in »Z« gesagt hat: »Die Halbjuden sind die schlimmsten.« Poesie als Revolte; ihr Manifest ist ein Plädoyer für das Fremdsein als Freiheit.

Marie Rotkopf, geboren 1975 in Paris, ist Autorin, Künstlerin und Kulturkritikerin.
1990/91 Internatsbesuch in Westdeutschland, Studium der Kunstsoziologie an der Sorbonne, lebt in Hamburg. Sie war Leiterin der Kommunikation des ersten zeitgenössischen Kunstmuseums in der Pariser Banlieue. 2007 Gründung der deutsch-französischen Künstlergruppe Internationale Surplace mit Daniel Megerle. Beiträge in und für diverse Kunst- und Literaturzeitschriften (u.a. Lo and Behold, Frog magazine, Call, Textem, Centre International Poésie Marseille, Nieves Books). Sie stellt regelmäßig aus und macht Performances und Lesungen (u.a. ARD-Forum der Leipziger Buchmesse, Rosa Luxemburg Stiftung, b_books, Golem, Hamburger Kunsthalle, Kunstverein in Hamburg, Kampnagel, La Générale in Paris, Pavillon vor der Volksbühne in Berlin). www.marie-rotkopf.net


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