Tanz · Theater

Marie Chouinard . Tonkünstler-Orchester Niederösterreich - Le Sacre du printemps


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Tanz/Klassik
Bizarr und grotesk, witzig und geistreich – für ihr Gastspiel im Festspielhaus St. Pölten hat Marie Chouinard ihre Stücke sorgsam ausgewählt. Skandalös startete die Frankokanadierin Ende der 1970er-Jahre ihre Karriere als Solotänzerin, heute feiert man die eigenwillige Choreografin als wichtigste Repräsentantin der zeitgenössischen kanadischen Tanzszene.

Für ihre „Sacre“-Interpretation taucht Marie Chouinard elf tanzende Kreaturen in ein Bad aus spiritueller Intimität, Lust und Fruchtbarkeit. Die dabei erklingende Strawinski-Partitur wird live interpretiert vom Tonkünstler-Orchester unter Garrett Keast. Der zweite Teil des Abends ist inspiriert von Henri Michaux’ Buch „Mouvements“. Die kryptischen Zeichnungen des belgischen Surrealisten, sein 15-seitiges Gedicht und sogar das Nachwort hat die Choreografin in Tanz übersetzt und mit ihren lebendigen „Strichmännchen“ in eine hypnotisierende Bühnenperformance verwandelt.

Im Anschluss an die Vorstellung werden alle Besucherinnen und Besucher ins Freie gebeten. Anlässlich 20 Jahre Festspielhaus bespielt der US-amerikanische Fotokünstler David Michalek mit seiner Installation „Slow Dancing“ den Kulturbezirk. Über 60 Künstlerinnen und Künstler werden dabei in Form von „filmischen“ Portraits auf dem transluzenten Leuchtkörper an der Ostseite des Festspielhauses tanzen. Mit einer DJ-Line, Sitzgelegenheiten und einem Outdoor-Barbetrieb stehen die Zeichen gut für eine unvergessliche Nacht!

Marie Chouinard, Choreografie, künstlerische Leitung, Licht und Bühne
Compagnie Marie Chouinard, Tanz
Liz Vandal, Kostüme (Le Sacre du printemps)
Marie Chouinard, Kostüme (Henri Michaux: Mouvements)
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, Orchester (Le Sacre du printemps)
Garrett Keast, Musikalische Leitung (Le Sacre du printemps)

Fotos: (c) Sylvie-Ann Paré (c) Marie Chouinard (c) Nancy Horowitz