Pop / Rock

Mariazeller Bergwelle - EAV


Wussten Sie eigentlich, dass:




  • die EAV bereits einen World Music Award (1991) erhalten hat?

  • Die EAV bereits 1983 erstmals – und danach ständig – in der ehemaligen DDR umjubelte Konzerte gab?

  • die Truppe bis dato gut zehn Millionen Tonträger verkauft hat?

  • Die Masterminds Thomas und Klaus seit 15 Jahren in Kenia ihr Zuhause haben?

  • EAV insgesamt 42 x in Edelmetall aufgewogen wurden – allein bei den Alben (6x Gold in Ö, 5x Gold in D, 2x Gold in CH und 27 x Platin in Ö, 3x Platin in D, 2x Platin in CH)?

  • das Video zu „Bankrobbery“ (engl. Version des „Ba-Ba-Banküberfalls“) in Großbritannien zum schlechtesten Clip des Jahres 1986 gewählt wurde?

  • In Österreich nicht einmal Michael Jackson, die Beatles oder gar Mozart so viele Tonträger verkauft haben wie die EAV?



Die EAV wird alle ihre zahlreichen gesammelten alten Hits mit einer bekannt aufwendigen Musiktheaterrevue präsentieren.

Platten und Konzerte der EAV waren zu einem nicht unerheblichen Teil auch stets die programmierten Schenkelklopfer. Die großen Hits, allesamt witzig und mit einem Refrain versehen, von dem jeder einzelne sich bis heute als Evergreen-Ohrwurm behauptet hat.
Da nimmt sich eine Band, die seit über 35 Jahren besteht, die Freiheit heraus, ihr Ding einfach durchzuziehen. Spaß dort, wo er hinpasst, aber es gibt Dinge, die sind einfach nicht lustig und werden es auch durch den witzigsten Witz nicht.

Konzerte der EAV sind keine große Jukebox, wo das Publikum Geld reinwirft und aus den Lautsprechern purzeln dann ausschließlich die Hits raus. Das wäre der falsche Ansatz. Die Band würde es dann schon längst nicht mehr in dieser Form geben. Aber es gibt sie, besser denn je. Strapazieren wir nicht das Wort Zeitgeist, denn gerade diese Zeit jetzt, die hat irgendwie wenig Geist. Aber gerade das ist es, weshalb wir in ein Konzert der EAV gehen. Wir hören es, wir mögen es, wir singen es und irgendwann kapieren wir, dass auch wir alle einen Arschtritt brauchen. Musiktheater, Rock- und Popkonzert. Klaus Eberhartinger erklärt: „Viele Bands stellen ihre Instrumente auf und machen sonst nichts. Bei uns war immer das visuelle Konzept wichtig, eine Stimmung, eine Vision zu erzeugen, einen roten Faden vorzutäuschen, ein dramaturgisches Gebälk drüber zu spannen, das nur so geächzt hat, weil wir es wirklich vergewaltigt haben.“ Und, verstanden? Nein. Auch gut, denn das alles was Eberhartinger meint und noch viel mehr...das ist die EAV. Die Satire, die Hits und die unglaublichen Reime, die auf dem Witz reiten, weil so auch die Chance gegeben ist, dass irgendwann jeder kapiert, was eigentlich gemeint ist.

Die EAV live: Sechs Musiker machen was sie wollen und das auf ihre Art der steirischen Genialität. Die Zeit war nie näher an der EAV als heute. Oder umgekehrt? Nicht fragen. Hingehen, anschauen, anhören und draufkommen, dass in knapp 40 Jahren viel geschehen ist und das Kopfschütteln, das Unverständnis und der Zorn nie umsonst waren und sind.
„Bösterreicher“, „Klamauk-Kaiser“, „Die chlorbleichen Sieben“, „Comic-Rocker“ – was für Namen der Band schon in ihr Tagebuch geschrieben wurden. Dabei – und für diese Erkenntnis mussten wir alle erst mit der EAV über 32 Jahre lang reifen – dürfte es heute im Grunde nur heißen: Die Wahrheit, nix als die Wahrheit!

1977 wurde die Erste Allgemeine Verunsicherung in der Steiermark gegründet. Diese Angabe des Geburtsortes ist nicht unerheblich, sind doch die Steirer jenes Völkchen in Österreich, welches die Querdenkerei samt dem Herz auf der Zunge seit jeher lebt. So wundert es nicht wenig, dass schon die Geburtswehen der EAV einst die Erste Allgemeine Versicherungs AG auf den Plan rief. Man drohte, zog später aber die Klage zurück und zeigte sich noch viel später sogar glücklich über die Namensvetternschaft und trat als Sponsor einer Tour auf. Dass die EAV in ihrer Heimat insgesamt mehr Platten als Michael Jackson, die Beatles oder Landsmann Wolfgang Amadeus Mozart verkauft haben, mag auf den ersten Blick wundern, auf den zweiten aber bestätigt das Sextett rund um die kongenialen Frontmänner Thomas Spitzer und Klaus Eberhartinger damit viel mehr eine österreichische Tradition. Man war in Schnitzelland seit jeher schon Großmeister darin, die Dinge erst auf Umwegen auf den Punkt zu bringen, indem man diese vorher in Schmäh, Zynismus und Witz einpackt, um dann mit der vollen Wucht drauf zu hauen.

Verbale Arschtritte haben hier Tradition. Karl Kraus oder Helmut Qualtinger leben, sie sind noch lange nicht tot…was als Witz daher kommt, ist bitterböse Satire, die runter rinnt wie gesalzener Honig, die auf den ersten Blick der Schenkelkracher ist, aber die blauen Flecken die man sich selbst schlägt, die werden erst später sichtbar. Und das ist gut so. Die bekannten Hits der EAV, sie sind nur vermeintliche Gröhler, die, im Übrigen, mittlerweile am ehesten von Jenen verstanden werden, die damals zu Märchenprinz- oder Ba Ba Banküberfall-Zeiten Kinder waren. „Früher als Kinder, da haben wir’s gesungen und gelacht, heute aber, da verstehen wir was ihr eigentlich sagen wollt…das hören wir immer wieder von den Leuten bei unseren Konzerten“, erzählt der Wort- und Kunstreime-Drechsler Thomas Spitzer. Es ist eine gerne gehörte Bestätigung dafür, dass nicht alles umsonst ist, was den Mann so bewegt. Vor allem der Zorn und das dazu gehörende Kopfschütteln, welches Spitzer und die EAV über die vergangenen Jahre gerade in einer Zeit wie jetzt, mehr als bestätigt. Jahrelang haben sie darüber gesungen, gereimt, sind auf der Bühne gestanden und haben mit ihrer Mischung aus anarchistischem Aktionismus und kreativen, dramaturgischen Konzept den Leuten vom Irrsinn, vom Blödsinn oder auch von der romantischen Liebe (ja, auch diese Seite offenbarte die Band in ihrem Album ‚Amore XL‘) vorgesungen. Und dann kommt die Krise und alles wird noch wahrer als es eh schon war. Politik, Wirtschaft, Medien – die Welt heute ist eine Blaupause der Texte der EAV.

Rahmenprogramm:
Die Mariazeller Bergwelle steht für höchsten Musikgenuss auf der höchstgelegenen Seebühne Österreichs. Unter freiem Himmel präsentieren Stars aus Schlager, Volksmusik, Austropop, Operette und Musical ihre spektakulären Live-Shows vor der einzigartigen Bergkulisse des Mariazellerlands. Ein Höhepunkt im Anschluss an jedes Konzert ist die Wassershow, bei der bis zu 40 Meter hohe, beleuchtete Wasserfontänen in einer atemberaubenden Choreographie zum Takt der Musik tanzen. Die heurige Wassershow steht unter dem Motto „Best of 10 Jahre Bergwelle“ und lässt die musikalischen Highlights der vergangenen 10 Jahre Revue passieren. Erreichbar ist die Seebühne am Mariazeller Hausberg mit der Panorama-Seilbahn, die die Besucher im Anschluss an die Konzerte wieder zurück in das beleuchtete Mariazell bringt.


Vergangene Termine

  • Sa., 09.07.2016

    20:00

    Erreichbar ist die auf 1.267 Meter gelegene Seebühne am Mariazeller Hausberg mit der Panorama-Seilbahn, deren Talstation sich – in unmittelbarer Nähe zur berühmten Mariazeller Basilika – im Ortszentrum befindet.

    Dieser Termin hat bereits stattgefunden.
    • +43-3882-34 515