Literatur

Maria Hofer: Jauche


„Neuerdings sind die Lederhosen auch für Junge wieder tragbar. Das Dirndl sowieso. Auch in der Stadt. Spätestens seitdem es einen eigenen Lonely Planet nur für das Oktoberfest gibt. Diese Leder­hosen­dirndl­aufwertung hat zu einem steigenden Relevanz­gefühl der Dorf­jugend geführt. Und natürlich auch den Zusammen­halt gestärkt. Den Zusammen­halt des Volkes. Aber man toleriert auch Rand­gruppen in Tracht. Viele finden, das schaut lustig aus. Man konzentriert sich im Alltags­leben auf Leute wie dicke Frauen oder adoptierte Kinder. Der Rest wird in der Kommentar­funktion auf Home­pages diverser Tages­zeitungen erledigt. Aber es gibt natürlich auch die sensiblen, hängen gebliebenen Gymnasiasten.“

"Der Bauer fährt dann noch immer langsam mit dem Traktor über die grünen Wiesen. Hinter ihm sprüht immer noch Jauche aus dem Anhänger. Es ist ein episches Bild. Asche zu Asche"

Abgründig, humorvoll und derb, mit dem Blick für das bald herzerwärmende, bald abscheuliche Detail beschreibt die Autorin eine trügerische Alpen-Idylle Made in Austria.

Der Eintritt ist frei.
Bier und Punsch werden nach dem "pay as you wish"-Verfahren ausgegeben.


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