Kabarett

Marcus Thill - Leise rieselt der Schmäh


Kabarett-Archäologe Dr. Emil Schöberl (alias Marcus Thill) mit Stefan Heckel an der Quetsche.

„Worüber lachen wir?“ - Während seiner jahrzehntelangen Forschungstätigkeit zur Beantwortung dieser Frage entdeckte Dr. Emil Schöberl in Stadtbibliotheken, Privatsammlungen, Videotheken, Musikverlagen und Mottenkisten manch heimliches Juwel der „Kleinkunst“, manch verstecktes Kleinod von subtilem Humor, sowie rare Pointen voller Lebensweisheit, wie sie nur den höher entwickelten Formen des Humors zu eigen sind. Ein großes Reservoir an solchen Schätzen fand er im Wiener jüdischen Kabarett des frühen 20. Jahrhunderts; diese Komiker gaben ungeniert ihre eigenen Schwächen der Lächerlichkeit Preis. Das zeugt von Größe. Und von Intelligenz.

Das Wiener Kabarett war bis 1938 vom jüdischen Humor geprägt: Fritz Grünbaum, Karl Farkas, Hermann Leopoldi waren seine bekanntesten Vertreter. Zu den Opfern des Nationalsozialismus zählen, neben Grünbaum, der geniale Textdichter Fritz Löhner-Beda und die Komiker Armin Berg und Franz Engel. Nach 1945 ergänzten vor allem Gerhard Bronner, Georg Kreisler, Peter Wehle, Ernst Waldbrunn, Carl Merz und Helmut Qualtinger die Wiener Kabarettszene.

Aus dem Schaffen dieser Kabarettisten präsentiert Ihnen der Schauspieler und Kabarettist Marcus Thill im Jazzclub Kammerlichtspiele ein paar Gustostückerln, die Musik dazu kommt live vom Grazer Top-Akkordeonisten Stefan Heckel.

Das Leben ist zu teuer, um billige Witze zu machen!

„Der Thill? Da kann ich nur sagen: Hut auf!“ (ein Gast)


Vergangene Termine