Tanz · Theater

Marcelo Evelin / Demolition Inc, Hugo Wolf Quartett - Matadouro live


Das Leben ist ein Kampf ums Überleben. Diese Worte erscheinen oft wie eine hohle Phrase. Doch die existenzielle Realität dahinter zeigt der brasilianische Choreograf und Performer Marcelo Evelin in seinem 2010 entstandenen Matadouro, das bis heute nichts von seiner berührenden und zugleich provozierenden Kraft verloren hat. Eine kraftvolle Choreografie, ein fesselnder Kampf um Menschlichkeit und Würde.

Zur Livemusik von Franz Schuberts Quintett in C-Dur umrunden acht Tänzerinnen unermüdlich die Bühne. Ein ikonografisches Bild, das den Widerspruch zwischen europäischen Vorstellungen von der Schönheit der Kunst und der harten Realität von Armut und Gewalt aufzeigt. Evelin selbst kennt diesen Bruch. Er lebt seit 1986 in Europa und hat hier unter anderem mit Pina Bausch getanzt, pendelt jedoch nach wie vor in seine Heimatstadt Teresina, wo er das Kunstzentrum CAMPO betreibt. Matadouro ist der letzte Teil einer Trilogie in Anlehnung an das brasilianische Epos Os Sertões von Euclides da Cunha, in dem eine Gruppe von Separatistinnen für soziale Gerechtigkeit kämpft. Eine kraftvolle Choreografie, ein fesselnder Kampf um Menschlichkeit und Würde.

Konzept, Choreografie Marcelo Evelin
Von und mit Allexandre Santos, Andrez Lean Ghizze, Cipó Alvarenga, Fábio Crazy da Silva, Fagão Silva, Izabelle Frota, Jacob Alves, Marcelo Evelin
Musik von Josh S., Jaap Lindjer, Franz Schubert (Quintett in C Dur) interpretiert von Hugo Wolf Quartett


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