Pop / Rock · Elektronik

Manu Delago


Manu Delago scheint sich auf dem wirklich richtigen Weg zu befinden. Zumindest lassen die zahlreichen Kollaborationen mit international renommierten Ensembles und Klangkörpern darauf schließen, dass der Hangspieler und Komponist sich inzwischen auch im internationalen Umfeld einen Namen machen konnte.

Das aktuelle Album SILVER KOBALT des gebürtigen Innsbruckers ist eines, das einen von der ersten Sekunde an mitnimmt und über die gesamte Spielzeit richtiggehend abheben und wegschweben lässt. Die Klänge und Sounds, die der Perkussionist solcher internationalen Größen wie Björk, Anouschka Shankar und Cinematic Orchestrazu Gehör bringt, umhüllen und berühren auf sanfteste Weise, die feingliedrigen Melodien, die er zum Leben erweckt, haben eine sehr warme Note, die vielschichtigen Arrangements, in die er die Lieder bettet, sind spannungsgeladen und zeigen sich ungemein abwechslungsreich.
Stilistisch bewegt sich Manu Delago in seinen Nummern im Spannungsfeld zwischen artifiziellem Pop, filigraner und sehr detailreich ausgearbeiteter Elektronik und vereinzelten kammermusikalischen Ansätzen. Es ist vor allem auch die behutsame und unaufgeregte Art, mit der er die einzelnen Teile zu einem lebendigen Ganzen formt, die nachhaltig beeindruckt. Der Tiroler schafft weite Klangräume, die – mal zu mal durch experimentelle Passagen erweitert – eine immens dichte Atmosphäre entfalten.
(micamusic)

Foto by Daniel Shaked


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