Literatur · Theater

Manfred Wieninger - 223 oder das Faustpfand


Ende April 1945 stranden hunderte jüdische Zwangsarbeiter aus Ungarn auf dem Todesmarsch Richtung Mauthausen in Persenbeug an der Donau. In Wien ist bereits die Zweite Republik ausgerufen, Adolf Hitler ist tot, da überfällt ein Rollkommando der SS das Auffanglager und richtet in einer Nacht- und Nebelaktion ein Blutbad an - 223 Menschen sterben.

Manfred Wieninger wurde 1963 in St. Pölten geboren. Studium der Germanistik und Pädagogik an der Universität Wien. Lebt als Autor in seiner Geburtsstadt. Verfasser einer bisher siebenteiligen Krimi­-Reihe mit dem schrägen „Diskont-Detektiv“ Marek Miert, der in einer fiktiven ostösterreichischen Bezirksstadt namens Harland sein Wesen und Unwesen treibt.

Daneben zahlreiche Arbeiten zu Widerstand und Verfolgung in Niederösterreich und darüber hinaus. Sein zeitgeschichtlicher Roman „223 oder Das Faustpfand“ (2012 Residenz­Verlag) zeichnet das Massaker von Hofamt Priel im niederösterreichischen Strudengau nach, bei dem in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 1945 223 ungarisch-jüdische ZwangsarbeiterInnen von einem Rollkommando der Waffen-SS ermordet wurden.


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