Literatur · Theater

Manfred Mixner und Alfred Paul Schmidt


Die Autoren präsentieren ihre neuesten Werke:

"Tote Musik und andere Erzählungen" von Manfred Mixner
"Aus dem Grenzenlosen komm ich mir entgegen", Roman von Alfred Paul Schmidt

Tote Musik und andere Erzählungen
Manfred Mixner zu seinem Erzählband: „Die Erzählungen in diesem Buch sind in der Einsamkeit des südschwedischen Waldes entstanden. Die Figuren tauchten unvermutet auf, leisteten mir an langen Winterabenden und Regentagen Gesellschaft, betrachteten mich als immer anderen Gesprächspartner. Sie brachten ihre Geschichten und ihre Landschaften mit, schufen eine festliche Gleichzeitigkeit von hier und dort, von damals und jetzt, dass es mir, der ich ja trotz aller Wandlungen als Erzähler immer der Gleiche bleibe, zu viel zu werden drohte. Ich war jedes Mal froh, wenn sie mich wieder verlassen hatten. Verheimatet in der Fremde ist es ein Leichtes, Bilder schwerelos kommen und wieder verschwinden zu lassen. Du trittst heraus aus deiner Lebensgeschichte, aufgeregt oder still, um zu erzählen, für keinen Verrat und keine Niedertracht musst du dich dabei rächen. Die Geschichten sind an ihrem Horizont miteinander verknüpft. Sie haben ihren Ort, ihre Zeit – nie und nirgendwo.“

Manfred Mixner
Manfred Mixner, geb. 1947 in Graz, lebt in Südschweden. 1970/71 Kulturredakteur der Grazer NEUEN ZEIT, 1972 Mitarbeit am Grazer Schauspielhaus, 1973-79 freier Journalist, 1979-83 Abteilungsleiter für Literatur und Hörspiel im ORF Graz, 1984-86 Abteilungsleiter für Ö1 - Radioliteratur in Wien, 1987-2002 Leiter der Abteilung Hörspiel und Radiokunst am Sender Freies Berlin. Lehrtätigkeit in Salzburg, Klagenfurt, Berlin und Jena. Seit 2002 im Ruhestand, schreibt Essays, Erzählungen und Romane. 2012 publizierte er in der edition keiper "Verstrickt in Geschichten - Versuche, Reden, Miszellen", 2013 veröffentlichte er "Der Ziegenkopf - Kriminalroman" in der edition keiper. 2014 erschien "Reise nach Abydos", 2015 erscheint "Tote Musik und andere Erzählungen", beide Titel ebenso in der edition keiper.

Aus dem Grenzenlosen komm ich mir entgegen – Roman
Der zentrale Träger alles Erzählten, Dai Lanzer, steckt in einer hindernisreichen Beziehung zu einer jungen, an Philosophie interessierten Frau. Ein fröhlicher Graf ist verstrickt in einen monströsen Korruptionsfall rund um den staatlichen Ankauf von Abfangjägern. Schriftsteller und Schauspieler schließen sich zu einer Kooperative zusammen – ein Unterfangen, das letztlich zum Scheitern verurteilt ist. Der neue Roman von Schmidt besticht mit ironischen und paradoxen Dialogen über das Leben und die Liebe, einer bösen Analyse des Wunders, dass die Republik über alle moralischen Abgründe hinweg weiter besteht, und gipfelt in der Einsicht, dass jeder sein Fortkommen einem blinden Zufall zu verdanken hat. Die Stadt Schenn, in der dieser Roman spielt, erinnert – natürlich rein zufällig – an Graz.
Mit einem Nachwort von Reinhard Urbach.

Alfred Paul Schmidt
Alfred Paul Schmidt, 1941 in Wien geboren, lebt in Graz. Neben zahlreichen Prosawerken verfasste er unter anderem Theaterstücke, Hörspiele und seit 1986 Drehbücher für ORF-Krimi-Serien wie „Tatort“, „Stockinger“ oder „Soko Kitzbühel“. Viele Preise, u.a. den Fernsehpreis der österreichischen Volksbildung für das Drehbuch zur Romanverfilmung von Die Wasserfälle von Slunj von Heimito von Doderer. Bereits vier Romane in der edition keiper veröffentlicht.


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