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Kunstausstellung · Film

Manfred Bockelmann – Zeichnen gegen das Vergessen


Die Sonderausstellung »Zeichnen gegen das Vergessen« zeigt großformatige Porträts, durchwegs Kohlezeichnungen, von Kindern und Jugendlichen, die zu Opfern des NS-Terrors wurden.

Der Künstler Manfred Bockelmann will damit »Zeichen gegen das Vergessen« setzen. Es geht ihm darum »zumindest einigen wenigen Namen und Nummern Gesichter zu geben, ein paar Menschen aus der Anonymität der Statistik herauszuheben«.

»Mit den Mitteln seiner Kunst«, schreibt Heiner Hammerschlag, »fördert er die Opfer aus dem Dunkel der Verdrängnis ans Licht und führt uns das Monströse des legalisierten Verbrechens auf subtile Art vor Augen.«

Manfred Bockelmann: »Ich zeige keine Märtyrer, keine Leichenberge und keine geschundenen Kreaturen, deren Gesichter von Hunger, Krankheit und Erschöpfung gekennzeichnet sind, die ihrer Individualität beraubt wurden. Ich zeige Individuen, denen das Martyrium noch bevorsteht.«

Die porträtierten Kinder und Jugendlichen sind zwischen zwei und sechzehn Jahren alt, sie wurden am Wiener Spiegelgrund und in den Konzentrationslagern Auschwitz-
Birkenau, Hartheim und Theresienstadt sowie anderen Orten zu Opfern des Nazi-Terrors. Diese jungen Menschen wurden zwischen 1941 und 1945 ermordet, weil sie Juden, Slawen oder »Zigeuner« waren, weil ihre Eltern Gegner des Regimes waren oder weil sie an körperlichen oder geistigen Gebrechen litten. Dem Rassenwahn des »Dritten Reichs« nach waren sie »Volksschädlinge«, die es auszumerzen galt, um die vermeintliche »Reinheit des deutschen Blutes« zu gewährleisten.

Als Vorlagen der Porträts dienen erkennungsdienstliche Fotografien der damaligen Behörden – Gestapo, SS, Ärzteschaft -, die nach der Deportation der Kinder und Jugendlichen in den Spitälern und Lagern gemacht wurden. Sie tragen dann den berüchtigten breit gestreiften Häftlingsanzug, ihre Köpfe sind kahlgeschoren. Dagegen wurden andere, vornehmlich Roma und Sinti, in den Sammellagern dazu aufgefordert, sich bei den Behörden zum Fototermin zu melden. Sie tragen ihre besten Kleider, wollen guten Eindruck machen, wissen noch nicht, was ihnen angetan werden wird - und doch ist ihnen allen Angst und Unsicherheit deutlich ins Gesicht geschrieben.

20:00 Abendvorführung mit Finissage

FINISSAGE

Zur Ausstellung:

Landesrat Mag. Norbert Darabos

Musikalische Umrahmung:

Eveline Rabold (Gesang) & Ferry Janoska (Klavier)

FILMVORFÜHRUNG

Der Film zeigt die Entstehungsgeschichte des Projekts „Zeichnen gegen das Vergessen“ aus unmittelbarer Künstlerperspektive. Eindringlich, berührend, atemraubend, einfach. Ein wichtiger Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem Thema Holocaust, Schoah („das große Unglück/Unheil“) und Porajmos („das Verschlingen“).

Link: https://www.youtube.com/watch?v=0BmfXwP6qlQ

Es besteht auch zum letzten Male die Möglichkeit, sich die Ausstellung „Zeichnen gegen das Vergessen“ von Manfred Bockelmann im großen KUGA-Saal anzusehen.

www.manfred-bockelmann.de

Eintritt/ulaznina: Freie Spende/dobrovoljni dari


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