Tanz

Malika Fankha - More Issues Than Vogue


In einer Montage aus polyphonen Kurzgeschichten und Anekdoten spricht Fankhas fiktionalisiertes Selbst über die unerträgliche Leichtigkeit des Seins als selbstironische Vertreterin ihrer eigenen Generation, über Absurditäten menschlichen Verhaltens und Grotesken des Alltags.

Durch die Verwendung von zugespitzter Bildlichkeit als poetisches Mittel der Narration, das Durchbrechen literarischer Schablonen und die satirisch-komische Travestie entsteht eine Sprache, welche mit Effekten jongliert und die Reibung erforscht zwischen der Bedeutung eines Wortes und dessen Materialität, Textur und Körperlichkeit.

Die Elemente Text, Sound und Bewegung stehen im Dialog miteinander. Dem Natürlichen wird das Artifizielle, dem Banalen das Überspitzte gegenübergestellt. Lineare Erzählstrukturen werden durchbrochen, gängige Begrifflichkeiten hinterfragt. Emotionale Grenzen werden bis ins Unbehagliche gedehnt. All das manifestiert sich im performenden Körper, in dessen Durchlässigkeit und Fragilität, als multidimensionales Spiel mit Parellelwelten und synsästhetischer Wahrnehmung.
“A word. I say a word. I repeat the word. I repeat it until it has lost its meaning. Until it is just a sound. It sounds like… another word. I repeat it until it becomes this other word. Until I forgot what the first word was. Until the word has taken control over the body. Until the body swallows the sound and there is just the echo of a word. And another word emerges. And another word. A part of a word. An idea of a word.”

Malika Fankha studierte zeitgenössischen Tanz in Zürich und in Salzburg (SEAD) und in New (Tisch School of Performing Arts). Sie arbeitet als Performerin, Choreografin und DJ derzeit vorallem in Wien und Bern. Neben der Zusammenarbeit mit Tino Sehgal, Mala Kline, Stephan Rabl, Myriam van Imschoot, Ives Thuwis, Costas Kekis, Deborah Hazler, Maureen Kaegi, Asher O'Gorman, Laurent Ziegler und anderen Künstler_innen entwickelte sie ihre eigenen Stücke, die bis jetzt in Kooperation mit Impulstanz, Tanzhaus Zürich, sound: frame, Museum für angewandte Kunst Wien, Zentrum Paul Klee Bern, Dampfzentrale Bern, Pianofabriek Brüssel, Golden Days Festival Kopenhagen und AltArt Prag entstanden.
Ausgangslage ihrer künstlerischen Arbeiten sind in erster Linie selbstgeschriebene Texte mit semi-autographischem Charakter,. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Musikalität und Rhythmisierung der Sprache, welche die strukturelle Grundlage für ihre choreografischen Partituren bildet. Die Elemente Text, Klang und Bewegung verfließen zu einer hybriden Ausdrucksform, die sich irgendwo zwischen lebender Skulptur, Sound-Poetry, experimentellem Rap und Science-Fiction Erzählung positioniert.


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