Theater

Macht und Rebel


Nachdem Ali M. Abdullah mit „The Cocka Hola Company“ und „Unfun“ schon zwei Werke des norwegischen Popliteraten Matias Faldbakken inszeniert hat, untersuchte er in der Spielzeit 2016/2017, ob sich das dem Autor so verhasste Bildungsbürgertum mit „Macht und Rebel“, dem vielleicht härtesten Werk des Skandalautors, vielleicht doch aus der komfortabel-überlegenen Reserve locken lässt.

– Österreichische Erstaufführung
– deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel
– Für die Bühne bearbeitet von Ali M. Abdullah und Hannah Lioba Egenolf

Inszenierung: Ali M. Abdullah
Bühne und Kostüm: Renato Uz
Musik: Andreas Dauböck
Licht: Johannes Seip
Dramaturgie: Hannah Lioba Egenolf

Mit: Michaela Bilgeri, Katrin Grumeth, Constanze Passin, Bettina Schwarz, Carina Werthmüller, Andreas Dauböck, Quentin

+++ Nominiert für den Nestroy 2017 in der Kategorie "Beste Off-Produktion" +++

Das Drama der zeitgenössischen Popkultur ist nicht, dass sie sich von der Sphäre des Konsums und des Markenfetischismus hat übernehmen lassen, ihr Drama ist auch nicht, dass sie kein widerständiges Potenzial mehr hat und jede rebellische Geste nur mehr Camouflage ist, ihr eigentliches Drama besteht darin, dass all das keine Sau mehr interessiert. Überhaupt bedeutet nichts mehr irgendetwas, auch härtester Nihilismus und obsessive Misanthropie lösen bei Rebel, Ex-Linker im Ex-Underground, nur mehr destruktive Langeweile aus. Einzig verbleibender Ausweg scheint der ausgiebige Flirt mit den letzten verbliebenen Tabus zu sein: Nazischick, Kinderfick und Co.

Nachdem Ali M. Abdullah mit „The Cocka Hola Company“ und „Unfun“ schon zwei Werke des norwegischen Popliteraten Matias Faldbakken inszeniert hat, untersuchte er in der Spielzeit 2016/2017, ob sich das dem Autor so verhasste Bildungsbürgertum mit „Macht und Rebel“, dem vielleicht härtesten Werk des Skandalautors, vielleicht doch aus der komfortabel-überlegenen Reserve locken lässt.


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