Oper · Theater

Macbeth in der Staatsoper



Die Inszenierung des australischen Regisseurs Barrie Kosky konzentriert sich ganz auf dieses ebenso miteinander vertraute wie ineinander verkämpfte Ehepaar. Die groß besetzte Oper wird zum alptraumhaften Kammerspiel, bei dem bis zum Schluss unklar bleibt, was reales und was halluziniertes Geschehen ist.

Eine Grenzerfahrung, passend zu Verdis radikalen Psychogrammen. Der Musikdirektor der Staatsoper, Philippe Jordan, wird diese Musik gewordene Extremsituation dirigieren.
Für »Macbeth« wünschte sich Verdi keinen schönen Gesang, sondern extremen dramatischen Ausdruck mit Mut zur Abscheulichkeit: Deklamation, gedämpfte, erstickte, raue und dumpfe Stimmgebung. Insbesondere »die beiden wichtigsten Nummern« – das Duett zwischen der Lady und Macbeth in der Mordnacht sowie die Schlafwandelszene der Lady – »dürfen absolut nicht gesungen werden«. Scheinbar paradox zieht Verdi aber auch noch einmal alle Register eines hochdramatischen Koloratursoprans, dessen Koloraturen und Fiorituren eine perfekte Belcanto-Technik verlangen.

Musik Giuseppe Verdi
Text Francesco Maria Piave & Andrea Maffei nach William Shakespeare
→ Melodramma in vier Akten

Musikalische Leitung
Philippe Jordan
Inszenierung
Barrie Kosky
Szenische Einstudierung
Sylvie Döring
Bühne und Licht
Klaus Grünberg
Kostüme
Klaus Bruns
Dramaturgie
Claus Spahn

  • Mo., 21.06.2021

    18:30 - 21:30
  • Do., 24.06.2021

    18:30 - 21:30
  • Mo., 28.06.2021

    18:30 - 21:30