Oper

Macbeth


Mit historischer Genauigkeit und in einer unerwarteten Mischung verschiedener Theater- und Musikstile erzählen sie die Geschichte von Leidenschaft, Macht und Hexerei vor dem Hintergrund der skrupellosen Ausbeutung des Schwarzen Kontinents.

Ein Flüchtlingstrupp aus dem konfliktgeladenen Osten des Kongo findet im Dschungel alte Grammophonaufnahmen, zerschlissene Kostüme und Partiturseiten von Giuseppe Verdis Macbeth. Dieses Szenario ist für den südafrikanischen Regisseur Brett Bailey und den belgischen Komponisten Fabrizio Cassol Ausgangspunkt für die Neudeutung eines der großen Stoffe der Opernliteratur.

Brett Bailey stellt sich ≫die Oper als einen architektonischen Monolith des 19. Jahrhunderts vor. Wie eine koloniale Kathedrale – verloren in den Wäldern und Savannen Zentralafrikas. Das zerbröselnde Memento einer früheren Zeit, voller Einschusslöcher, mit Graffitis übersät und überwuchert von Kletterpflanzen.≪
Mit historischer Genauigkeit und in einer unerwarteten Mischung verschiedener Theater- und Musikstile erzählen sie die Geschichte von Leidenschaft, Macht und Hexerei vor dem Hintergrund der skrupellosen Ausbeutung des Schwarzen Kontinents.
Bis heute werden der Reichtum des Kongo und das Leben seiner Menschen durch lokale Herrscher und deren Clans systematisch ausgebeutet und zerstört. Rivalisierende Milizen bekriegen einander um Rohstoffe, Diamanten, Seltene Erden für Mikrochips und Uran für Atomkraftwerke. Mit bisher 5,4 Millionen Toten tobt in der Demokratischen Republik Kongo einer der schlimmsten Bürgerkriege unserer Zeit.

Konzept, Inszenierung und Ausstattung Brett Bailey
Musik Fabrizio Cassol
Musikalische Leitung Premil Petrovic
Licht Felice Ross
Management Direktor und Produzentin Barbara Mathers
Technische Leitung John Page

Macbeth Owen Metsileng
Lady Macbeth Nobulumko Mngxekeza

Orchester No Borders Orchestra


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