Diverses · Literatur

Lydia Mischkulnig - Die Richterin



Richterin über das Schicksal: Das sprachgewaltige Psychogramm der vielfach ausgezeichneten Kärntner Autorin stellt längst überholte, aber immer noch verbreitete Rollenbilder auf den Kopf.

In Lydia Mischkulnigs sprachmächtigen Roman Die Richterin (Haymon 2020) entscheidet Gabrielle, die Protagonistin, über Bleiben oder Nicht-Bleiben von AsylwerberInnen. Welches ist die Basis ihrer Entscheidungen? Kann es rein objektive Beurteilungen geben? Auch privat stellen sich der Richterin viele Fragen, die tief in die Vergangenheit, aber auch in die Krisengebiete unserer heutigen Welt führen. Präzise, gnadenlos kühl und dennoch leidenschaftlich ist der Blick von Lydia Mischkulnig, der in diesem Roman zu einem vorläufigen Höhepunkt im Schreiben der Autorin führt.

Lydia Mischkulnig, *1963 in Klagenfurt, literarisch tätig seit 1991, lebt in Wien. Zuletzt erschienen: Vom Gebrauch der Wünsche. Roman (2014); Die Paradiesmaschine. Erzählungen (2016).

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