Theater

Luci mie traditrici


Eine betörende Melodie, ein Gesang von der Schönheit und ihrer Vergänglichkeit. Die Melodie wird wiederkehren, sich verteilen wie ein feiner Duft, um sich schließlich gänzlich aufzulösen … Mit dieser Elegie des Renaissancekomponisten Claude Le Jeune beginnt Salvatore Sciarrino seine Oper Luci mie traditrici.

Die tödliche Blume



In dramatischer Raffung der Zeit erzählt er die Geschichte vom Zerbrechen einer Liebe, entfaltet am Geschehen eines Tages die bewegende Lebensgeschichte des italienischen Komponisten und Fürsten Don Carlo Gesualdo, Principe di Venosa, der im Jahre 1590 seine Frau und ihren Liebhaber ermorden ließ. Sciarrinos Partitur, die sich wie eine Grammatik der Gefühle liest, führt in feinsten psychologischen Nuancierungen durch das Labyrinth der menschlichen Seele, ihrer Höhen und Abgründe.

Der Regisseur, Bühnenbildner und Maler Achim Freyer setzte bei der Uraufführung von Salvatore Sciarrinos Oper Macbeth im Rahmen der Schwetzinger Festspiele 2002 mit seiner szenischen Umsetzung Maßstäbe. Für die Wiener Festwochen 2015 inszeniert er jetzt die 1998 entstandene Oper Luci mie traditrici, ein poetisches Meisterwerk des sizilianischen Komponisten, das Drama eines Tages, eines ganzen Lebens.



Künstlerische Leitung und Besetzung



Musikalische Leitung Emilio Pomàrico
Inszenierung, Bühne und Kostüme Achim Freyer
Licht Lukas Kaltenbäck
Mitarbeit Bühne und Kostüme Petra Weikert
Mitarbeit Regie Sebastian Bauer
Video fettFilm (Nils Momme Hinrichs, Torge Møller)
La Malaspina Anna Radziejewska
Il Malaspina Otto Katzameier
L’Ospite Kai Wessel
Il Servo Simon Jaunin

Prolog Esther Lee

Bewegungskünstlerin Claudia Lahmann
Bewegungskünstler Pavel El-Hamalawi
Schauspieler Michael Hirsch

Orchester Klangforum Wien


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