Theater

Love Letters


Eine Frau, ein Mann und die Briefe der beiden: Das ist der Stoff, aus dem A. R. Gurneys 1990 für den Pulitzer Preis nominiertes Stück Love Letters ist. Die sich hier schreiben heißen Andy und Melissa - zwei gutbürgerliche “Königskinder³ aus dem Amerika des 20. Jahrhunderts; sie können zusammen nicht kommen, und sie lassen nicht voneinander. Die Spur ihrer Briefe reicht von den ersten Zettelchen, die sie sich vor dem zweiten Weltkrieg unter der Schulbank zustecken bis in die Zeit der Anrufbeantworter.

Es ist die Geschichte einer großen Liebe, intelligent, frech, zuweilen aber auch gedämpft, zweiflerisch und melancholisch - so reflektieren Melissa und Andrew ihre Erlebnisse, ihre Gedanken, ihre Visionen. Ihre Wege trennen sich. Das Hoffen auf den anderen und seine Antworten aber hört nie auf. Albert Ramsdell Gurney wurde am 1. November 1930 in Buffalo, New York geboren. Neben seiner Arbeit als Professor für Literatur am M. I. T. in Cambridge, schuf er sich einen Namen als einer der gefragtesten Gegenwartsautoren der Off-Broadway Szene.

In seinen mehrfach ausgezeichneten Theaterstücken wirft er mit psychologischem Scharfsinn einen Blick hinter die Fassade von Wohlstand und Prestige seiner Charaktere. Der größte Erfolg gelang ihm 1989 mit The Cocktail Hour und Love Letters, die auf vielen internationalen Bühnen inszeniert wurden. Pressestimmen: Föttinger zeichnete deutlich, wie die Fassade des Mannes immer mehr seine Lebendigkeit übertüncht, und die Cervik ist meisterlich darin, das Zerbröseln eines Charakters spürbar zu machen, ohne in billige Effekthascherei zu verfallen. (Merker)

Herbert Föttinger & Sandra Cervik


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