Theater

Loibl Saga


Ermordung, Verfolgung und Solidarität im Konzentrationslager Loibl Nord in Kärnten, erzählt von den Frauen aus Brodí.

Eine Produktion des klagenfurter ensemble in Zusammenarbeit mit dem Verein rož
von: Erwin Riess
Regie, Dramaturgie, Übersetzung: Marjan Štikar

Dem Meer entgegen - so denken wohl viele UrlauberInnen seit dem Jahr 1963, als der Loibltunnel für den Verkehr geöffnet wurde. Wer den Tunnel erbaute und unter welchen Bedingungen dies passierte, ist allerdings nahezu unbekannt. Als Außenstelle des Konzentrationslagers Mauthausen war vor allem das Arbeitslager Loibl-Nord auf der Kärntner Seite des Berges gefürchtet und zu Recht als Hölle auf Erden angesehen. Zu der Tatsache, nur im Juli und August von eventuellem Schneefall und Kälte verschont zu sein, kamen die oft tödlich endenden Grausamkeiten der Lagerwächter und des Lagerarztes Sigbert Ramsauer, der später unbescholten und angesehen als praktischer Arzt in Klagenfurt/Celovec ordinierte.
Das klagenfurter ensemble widmet sich ein weiteres Mal der Geschichte vor Ort und beauftragte Erwin Riess, ein Stück über diese Ungeheuerlichkeit zu schreiben. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von Peter Gstettner. Niemand könnte dieses Werk besser inszenieren als der ebenso feinfühlige wie direkte, immer in mindestens zwei Sprachen arbeitende, Marjan Štikar.

Bühne: Majda Krivograd
Kostüme: Stanislava Vauda Benecevic
Lichtdesign: Kristijan Rehsmann
Licht: Gottfried Lehner
Ton: Konrad Überbacher
Musik: Jozej Štikar


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