Literatur

Livia Klingl: Lauter Fremde


Ein umfassender Blick auf die Frage: „Was ist mir fremd?“
Ein Riss geht durch das Land. Auf der einen Seite stehen jene, die für mehr Miteinander,
mehr Solidarität, mehr Offenheit eintreten. Auf der anderen jene, die zurück möchten in die
„gute, alte Zeit“, als es noch keine Globalisierung gab, keine Flüchtlinge und keine Angst
vor sozialem Abstieg. Die Bruchlinien gehen quer durch die Familien, sogar
Freundschaften zerbrechen daran. In ihrer Analyse greift Livia Klingl die Vorurteile auf,
sortiert sie und zeigt: Die Flüchtlingsfrage ist oft nur eine Ausrede, um sich mit den
wirklichen Problemen nicht beschäftigen zu müssen.
Mit 21 Menschen hat Livia Klingl Interviews zum Thema Fremdheit und Fremdsein geführt.
Entstanden sind 21 Porträts, die zeigen, welch vielfältiges Mosaik unsere Gesellschaft ist.
Unter den Interviewten sind: Muna Duzdar, Lojze Wieser, Hannah Lessing, Nina
Kusturica, Silvana Meixner, Klaus Oppitz, Johannes Voggenhuber.

Die Autorin
Livia Klingl, geboren 1956 in Wien, mehr als 20 Jahre Kriegs- und Krisenberichterstatterin
vom Balkan über Afghanistan bis Irak, Iran und Libanon, neun Jahre Leiterin des
Außenpolitikressorts im Kurier und Buchautorin. Österreichischer Staatspreis für
„publizistische Leistungen im Interesse der Geistigen Landesverteidigung“ im Jahr 2000,
wohnt als passionierte Realistin (Eigendefinition) in Wien Rudolfsheim-Fünfhaus, dem
Bezirk mit der niedrigsten Kaufkraft und dem höchsten Ausländeranteil.


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