Literatur

Live-Stream-Aktion facebook: Vorschrift im Amacord


Aktion Vorschrift im Amacord

Der angewandte Autor Georg Pruscha schreibt vor. Im stillstehenden Café Amacord arbeitet er acht Stunden oder mehr in Handarbeit am aktuellen Manuskript ‚Liebe‘. Schreiben, kritzeln, lümmeln, essen, hadern, verzweifeln - als Live-Stream über facebook.

Das Verhalten des Autors über die Stunden ist unvorhersehbar, der entstehende Text wird Teil seines neuen Romans. Tonebene sind das Kritzeln der Füllfeder auf Papier und Geräusche in einem leeren Café.
Die vorgeschriebene ungewöhnliche Reglosigkeit eines Lokals ist ein Zustand, der erstmals dem einsamen Vorgang des Schreibens sehr nahekommt: Aufgefüllt mir Erinnerungen und vergangenen Geschehnissen, entsteht aus der Stille Ungewöhnliches und Neues. Das Amacord steht mit seinem Namen selbst für Erinnerung und macht die Stille lebendig.
Als stumme Dienerin ermöglicht die Wirtin eine Aktion der Schönheit des Stillstands, aus der Neues entsteht. Der dabei gebotene Abstand stellt die Unnahbarkeit und doch Präsenz des Autors in seiner Schaffenswelt dar.
Dieser einmalige symbiotische Zustand soll von einer zur Reglosigkeit verurteilten Öffentlichkeit beobachtet und für die Zukunft dokumentiert werden. Als Anker zur Außenwelt können Zuseher schriftlich live kommentieren, der Autor wird nach Möglichkeit mitkommunizieren.


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