Vortrag · Literatur · Theater

Literaturgeschichte(n)*


Eine Lese- und Diskussionsreihe für das Haus der Geschichte Österreich

Bereits vor der offiziellen Eröffnung des Hauses der Geschichte Österreich (HGÖ) 2018/2019 startet in Kooperation mit dem Burgtheater, dem Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek, der Österreichischen Exilbibliothek (Literaturhaus Wien) mit Literaturgeschichte(n)* eine neue Lese- und Diskussionsreihe.

Es ist ein Gemeinplatz, dass sich die österreichische Literatur durch Sprachreflexion und ein skrupulöses Sprachbewusstsein auszeichne. Damit ist jedoch keine literarische Hermetik verbunden, sondern, so zeigen es prominente Gewährsleute wie Johann Nestroy und Ernst Jandl, eine fortgesetzte Arbeit an der Sprache der jeweiligen Epoche, an ihren Phrasen, fragwürdigen Übereinkünften und Ideologemen, kurz: Sprachkritik als Ideologiekritik. Zu hören sind an diesem Abend nicht nur Dichtungen „in einen heruntergekommenen sprachen“ (Jandl) und Sprachexperimente der Konkreten Poesie. Die Texte von Sandra Gugić und Maja Haderlap bilden die Erfahrung von Exil, Migration und Marginalisierung ab, von Sprachverlust, erzwungener oder unterdrückter Mehrsprachigkeit. Die Auseinandersetzung der Autorinnen und Autoren mit „ihren“ Sprachen und fremden Idiomen zeugt von erfinderischer Not wie von lustvoll erfahrener und herzustellender Redevielfalt.

Mit den Autorinnen Sandra Gugić, Maja Haderlap und Bernhard Studlar(Leiter der wiener wortstätten); Moderation: Ursula Seeber
Es lesen Petra Morzé und Robert Reinagl, Musik: Bernhard Moshammer


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