Literatur

Literatur und Wertung: Was ist gute, bepreisenswerte, besprechenswerte Literatur?


Literatur und Wertung: Was ist „gute“, „bepreisenswerte“, „besprechenswerte“ Literatur?

Federico Italiano und Paul Jandl im Gespräch
Moderation: Gabriele Wild

Auch in diesem Jahr wurde beim Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt wieder um die Wette gelesen. Das Prozedere ist Jahr für Jahr dasselbe: Die von den Jurymitgliedern ausgewählten Autorinnen und Autoren werden dem Publikum vorgesetzt und der Gewinner oder die Gewinnerin wird schließlich der Öffentlichkeit als herausragend schreibend präsentiert. Doch welche Kriterien und Überlegungen stecken hinter dieser Auswahl? Oder ist diese Auswahl aufgrund der Jury-Autoritäten schon nicht mehr zu hinterfragen? Die Debatte um Wertungskriterien für Literatur scheint zunehmend in den Hintergrund gedrängt. Auch in den Literaturkritiken werden Kriterien nur noch selten sichtbar gemacht. Es scheint, als hätten die Mechanismen des Marktes die Literaturkritik abgelöst. Die Aufgabe von Bildungseinrichtungen ist es nach wie vor eine Art Bildungskanon zu erstellen, es geht also um Auswahl, Orientierung und letztlich darum, die Studierenden im Umgang mit „guten“ Texten zu bilden. Umso wichtiger erscheint hier die Reflexion der Auswahlkriterien, wie z. B. „Nachhaltigkeit“ oder „Zeitlosigkeit“. Es diskutieren der Lyriker und Literaturwissenschaftler Federico Italiano und der Literaturkritiker und u. a. ehemalige Juror des Ingeborg-Bachmann-Preises Paul Jandl.


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