Literatur

Literat Ilija Trojanow und Historiker Michael Forcher - Zwischen Erzählen und Erfinden



Wenn man über historische Figuren schreibt, wie recherchiert man? Was lässt man weg – was fügt man hinzu? Entsteht Wahrheit durch Detailgenauigkeit oder grobe Zusammenfassung. Und wenn es keine Wahrheit gibt, was unterscheidet dann den Roman vom Sachbuch? Diesen und anderen Fragen geht Nicola Steiner vom SRF - Schweizer Radio und Fernsehen im Gespräch mit Michael Forcher und Ilija Trojanow nach. Im zweiten Teil präsentiert Ilija Trojanow sein neues Buch „Nach der Flucht“.

Michael FORCHER: ist nicht nur einer der populärsten und fundiertesten Historiker des Landes, als Gründer und langjähriger Leiter des Haymon Verlages ist er auch literarisch bestens bewandert. Er schrieb u.a. „Kleine Geschichte Tirols“ (2006) und „Tirol im Ersten Weltkrieg“ (2014). Aktuell ist von ihm „Erzherzog Ferdinand II. Landesfürst von Tirol“ (Haymon 2017), die erste moderne Biografie des bedeutenden Habsburger Sammlers und Museumsbegründers erschienen.
Ilija TROJANOW: Spätestens seit dem Roman „Der Weltensammler“ gehört er zur ersten Riege der deutschsprachigen Literatur. Sein letzter Roman „Macht und Widerstand“ macht die Geschichte Bulgariens spürbar anhand zweier gut recherchierter fiktiver Figuren, die für „Macht“ und „Widerstand“ im und auch nach dem Ceaucescu-Regime stehen. Soeben erschien „Nach der Flucht“ (S.Fischer 2017).
Nicola STEINER: Ist Kulturjournalistin und moderiert u.a. den monatlichen Literaturclub im Schweizer Fernsehen (SRF)

Das Ambraser Format des »Doppels« entstand 2004 und verfolgt seither das einzigartige Konzept, Literatur und Wissenschaft miteinander zu verschränken. Nach Michael Köhlmeier und Raoul Schrott, Richard David Precht und Guy Helminger, Christoph Ransmayr und Robert Menasse sowie Bernhard Fügenschuh und Raoul Schrott wird die Literaturreihe nun 2017 als ein Literarisch-Historisches Doppel fortgesetzt.

Eintritt: € 10,– (1. Kategorie) / € 6,– (2. Kategorie)