Kunstausstellung

Lisl Ponger - The Vanishing Middle Class


Lisl Ponger beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Konstruiertheit von (kultureller) Identität, den – oft stereotypen – Vorstellungen und Wahrnehmungen des "Anderen" und damit verbundenen Fragen bildlicher Repräsentation.

Im Hauptraum der Secession realisiert Ponger ein lange gehegtes Vorhaben: das Museum für fremde und vertraute Kulturen, kurz MuKul. Wenngleich fiktiv, basiert die Inszenierung des Museums auf akribischen Recherchen und genauen Beobachtungen. Es ist fast verstörend detailgetreu an reale Völkerkundemuseen angelehnt, die heute zunehmend Namen wie Weltmuseum oder Museum der Kulturen u. Ä. tragen. Nicht nur weisen die Sammlungsobjekte Inventarnummer sowie Ankaufsort und -jahr auf, das Museum verfügt auch über Objektbeschriftungen, Saaltexte und Tafeln mit den Namen aller MitarbeiterInnen und LeihgeberInnen, und im Foyer befindet sich einer der aktuell populären Fotopoints, vor dem sich BesucherInnen in Szene setzen können.

In den vier Räumen des MuKul präsentiert Lisl Ponger zwei Ausstellungen: The Vanishing Middle Class, eine Schau, die ganz im Sinne der sogenannten "Rettungsethnologie" eine vom Verschwinden bedrohte Bevölkerungsgruppe möglichst facettenreich zu erfassen und dokumentieren versucht, und die Sonderausstellung Lisl Ponger. Wild Places mit einer Reihe fotografischer Arbeiten der Künstlerin aus den Jahren 2000 bis 2010.

Lisl Ponger, geboren 1947 in Nürnberg, lebt und arbeitet in Wien.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10 – 18 Uhr


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