Tanz · Theater

Lisi Estaras & Bodhi Project


Lisi Estaras und das Ensemble des Bodhi Project lassen sich für NO HUMAN NO CRY! von den radikalen künstlerischen Positionen Valeska Gerts und der Künstler*innen der Art Brut inspirieren.

Die deutsche Tänzerin, Kabarettistin und Schauspielerin Valeska Gert (1892-1978) za¨hlt zu den stilpra¨gendsten Ku¨nstlerinnen ihrer Generation. A¨hnlich unkonventionell und radikal wie ihre Arbeiten ist auch die bildende Kunst der Vertreter*innen der Art Brut. Von diesen beiden starken Positionen lassen sich die Choreografin Lisi Estaras und das sechsko¨pfige Ensemble des BODHI PROJECT fu¨r NO HUMAN NO CRY! inspirieren. Diese rohen, nicht durch akademische Konventionen geschliffene Kunstformen o¨ffnen den Blick in die Geheimnisse einer intuitiven Kreativita¨t, die durch Einfu¨hlungsvermo¨gen und Ausgelassenheit besticht. Im choreografischen Prozess geht es Lisi Estaras einerseits um die Ko¨rperlichkeit intensiver Emotionen und andererseits um das Absurde in den menschlichen Versuchen, genau diese zu u¨berwinden. Die ta¨nzerische U¨bersetzung besticht durch ihre ‚Rohheit‘ aus energiegeladener Ko¨rpersprache, expressiver Mimik und theatraler Gestik. Die Original-Musik von Giaconto Scelsi und Pierre Henry spielt in NO HUMAN NO CRY! eine zentrale Rolle und verbindet die Klanglandschaft und Komposition auf eindrucksvolle Weise.

Lisi Estaras stammt aus Argentinien und kann auf eine beeindruckende Karriere als Ta¨nzerin und Choreografin blicken. Nach Engagements bei legenda¨ren Kompanien wie ‚Batsheva‘ aus Israel oder bei den weltberu¨hmten Belgiern Alan Platel und Sidi Larbi Cherkaoui, hat sie beim Kollektiv ‚Les Ballett C de la B‘ in Gent eine Heim- und Produktionssta¨tte gefunden. Seit einigen Jahren widmet sie sich versta¨rkt ihren eigenen Arbeiten, wobei ihr ku¨nstlerisches Interesse insbesondere der Erforschung von Verbindungen zwischen Empathie und Kina¨sthetik gilt.


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