Tanz

Lisa Hinterreithner / Jack Hauser - The Call of Things


Die PerformancekünstlerInnen Lisa Hinterreithner und Jack Hauser setzen sich in ihrem ersten gemeinsamen Projekt The Call of Things mit der Performativität von Dingen auseinander. The Call of Things ist eine Performance-Serie, bei der die beiden KünstlerInnen dem Ruf der Dinge an unterschiedliche Orte folgen und mit ihnen in einem Künstleratelier, in einer Küche, in einer Galerie und, wie nun, am Tanzquartier Wien Backstage der Halle G performen werden.

Backstage ist für die Performer nicht eingerichtet. Backstage befindet sich eine Anhäufung, eine Sammlung unterschiedlichster Dinge. Sie stehen dort in Warteposition für den Bühneneinsatz. Um die Dinge in ihrer Materialität und Andersheit performen zu lassen und um mit ihnen menschliche-nichtmenschliche Assemblagen zu formen, arbeiten Hinterreithner und Hauser an diesem außer-theatralen Ort, diesem Gegenraum der Bühne. Irgendwie sind dort die Dinge dinglicher als auf der anderen Seite.

Um The Call of Things wahrzunehmen, nehmen die PerformerInnen die Dinge in die Hand und werden von ihnen in die Hand genommen. Dabei werden sie selbst nicht zu Dingen, aber vielleicht irgendwie ding-menschlich. Und, die Dinge sind ihr Publikum, sie sind Publikum der Dinge, mit dem Publikum...

Die Choreografin und Performerin Lisa Hinterreithner thematisiert in ihren Arbeiten Körper, Text, Bild und in jüngster Zeit Objekte als choreografische Inszenierung. Ihre Performances und Installationen finden auf der Bühne, im Wald, am Papier und in Archiven statt. Die aktuelle Performance und Installation automatisch – idiotisch – als ob – genau in Zusammenarbeit mit Julius Deutschbauer hatte bei der Sommerszene SZENE Salzburg 2014 Premiere. Mit Jack Hauser entwickelt sie 2014/15 die Performance-Serie The Call of Things. Lisa Hinterreithner unterrichtet Performance an der Akademie der Bildenden Künste Wien, am SEAD und der Universität Wien. Sie gestaltet mit Elfi Eberhard tanzbuero und mit Amanda Piña und Daniel Zimmermann nadaLokal. 2013/14 absolvierte sie einen Master (MRes) in Performance and Creative Research an der Roehampton University / London.

Jack Hauser wurde 1958 in Horn/NÖ geboren. Nach seiner Arbeit als Chemiker studiert er von 1983-86 elektroakustische Musik in Wien. 1994 Gründungsmitglied der Performancebande Lux Flux. Er gestaltet performative bildnerische Interventionen und experimentelle Arbeiten mit diversen Medien, die seit 1999 als „Wohnung Miryam van Doren“ betrieben und betreut werden. 2010 wurde während der Triennale 1.0 die mobile Version der Wohnung und 2013 die Installation „Carte de Tendre" im Lentos Kunstmuseum Linz ausgestellt. In den letzten Jahren kollektive, kooperative künstlerische Projekte mit Daniel Aschwanden, Thomas Ballhausen, David Ender, Karlheinz Essl, Philipp Gehmacher, Lisa Hinterreithner, Anne Juren, Krõõt Juurak, Barbara Kraus, Elke Silvia Krystufek, Machfeld, Markus Schinwald, Oleg Soulimenko, Myriam Van Imschoot, Simon Wachsmuth u.a. 2003 beginnt die Zusammenarbeit mit Milli Bitterli und ab 2005 zahlreiche gemeinsame Projekte mit Sabina Holzer. Er ist Redaktionsmitglied bei www.corpusweb.net.

PERFORMER: Lisa Hinterreithner, Jack Hauser und die Dinge
PRODUKTIONSLEITUNG: Ela Piplits


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