Theater

Liebesspiel


Liebesspiel
von Lars Norén
Deutsch von Katja Hagedorn
Eine Koproduktion des Landestheaters Niederösterreich mit den Vereinigten Bühnen Bozen

Besetzung

Mann A
Christoph Kail

Frau B
Marion Reiser

Mann C
Lukas Spisser

Frau D
Magdalena Helmig

Mann E
Dominik Kaschke

Regie
Irmgard Lübke

Ausstattung
Lars Peter

Ausgehend von zwei Paaren beschreibt Lars Norén in Liebesspiel in chronologisch versetzten Szenen Beziehungskonstellationen, die sich bedingen und ausschließen zugleich: Ein zweites Kind, ein größeres Haus. Die gemeinsame Zukunft von Mann A und Frau B verspricht eine gute zu werden. Und doch wird Frau B zusehends teilnahmsloser, was die Beziehung zu Mann A betrifft. Die Ehe von Mann C und Frau D ist belastet. Schon lange hegen sie den Wunsch nach einem Kind, alle Versuche sind aber vergeblich. Schließlich scheint eine Adoption die letzte Möglichkeit, doch das aufgenommene Kind stirbt. In einer vergleichbaren Situation findet sich auch Mann E wieder, dessen Frau ihn für eine Urlaubsbekanntschaft verlassen hat – oder ist es vielleicht doch die Vergangenheit von Mann C, die sich hier in die Geschichte drängt? In der Affäre mit Frau B scheint Mann C schließlich all das zu finden, wonach er sucht. Doch dann trifft Frau B eine folgenschwere Entscheidung.

1944 in Stockholm geboren, ist der Regisseur und Autor Lars Norén seit Jahren eine fixe Größe in der Theaterwelt. In Liebesspiel entfaltet er in psychologisch genauen Beschreibungen und nüchterner Sprache ein präzises und eindrückliches Panorama zwischenmenschlicher Beziehungen: Ein Kammerspiel über die alltäglichsten aller Dinge: Beziehungen, Unfruchtbarkeit, Untreue, jemand stirbt, ein Streit, so trivial, dass man schnell vergessen hat, zwischen wem und warum. Wie in einer Seifenoper – aber ohne den Seifenschaum, ohne die grellen Töne falscher Intimität. Nackt, aller unsinnigen Ausreden beraubt.
Dagens Nyheter

Irmgard Lübke wird diese Koproduktion des Landestheaters Niederösterreich mit den Vereinigten Bühnen Bozen als österreichische Erstaufführung inszenieren. Gemeinsam mit dem Ausstatter Lars Peter setzte sie in der Spielzeit 13/14 Klaus Manns Geschwister erfolgreich am Landestheater Niederösterreich um. Christoph Kail, der regelmäßig an den Vereinigten Bühnen Bozen spielt und am Landestheater Niederösterreich zuletzt in Die Radikalisierung Bradley Mannings zu sehen war, wird erneut zu unserem Ensemble stoßen. Dominik Kaschke wird erstmals am Landestheater Niederösterreich gastieren.


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