Theater

Liebelei


Wien, Jahrhundertwende: Das bürgerliche Mädchen Christine verliebt sich in Fritz, einen wohlhabenden Wiener Studenten. Dieser jedoch ist in eine Affäre mit einer verheirateten Dame verstrickt. Er wird zum Duell gefordert ...

Vier junge Leute, Anfang des 20. Jahrhunderts, versuchen ihre jugendlichen Leidenschaften in eine Lebensform zu bringen. Verletzungen der sensiblen Liebesimpulse zu vermeiden, gesellschaftliche Normen zu unterlaufen, vorerst das Leben zu genießen und in glitzernder Oberfläche zu schwelgen, scheint eine Möglichkeit des Lebensstils zu sein. Aber die Liebe lässt sich nicht programmieren, sie überfällt den lebensunerfahrenen jungen Menschen raubtierhaft. Und so entlarvt Liebelei von Artuhr Schnitzler das erotische Abenteuertum des Mannes, der sich nicht ganz hinzugeben vermag, und für den daher auch die Liebe im Grunde ein Aneinandervorbei oder ein lustiges, jederzeit zu beendendes Spiel ist, als unreife, uneigentliche Existenzform.

Tragisch ausklingend für eine junge Frau, die ihr Leben auf ein eigenes starkes Gefühl aufbaut und enttäuscht wird in der echten Unbedingtheit ihrer Liebe. Am Ende bleibt die Frage, was ist lebenswerter für die junge Menschen: „Fun“ oder das Risiko, eine aufrichtige Liebe einzugehen?
Elke Petri ist langjähriges Ensemblemitglied der Schaubühne unter Peter Stein und als Schauspielerin und Regisseurin tätig. Lehrtätigkeit an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ und der Universität der Künste in Berlin.

Es spielen: Stella Goritzki, Viola Müller, Paul Louis Schopf, Christopher Schulzer
Regie: Elke Petri
Ausstattung: Elisabeth Madlmayr

Gastspiel des Schauspielinstituts der Anton Bruckner Privatuniversität


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